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Saison
Saison bezeichnet im Fahrzeugbereich einen zeitlich begrenzten Nutzungs- oder Versicherungszeitraum. Die Regeln unterscheiden sich nach Fahrzeug und Kennzeichenart.
Beispiel: Ein Moped erhält für das neue Versicherungsjahr ein neues Versicherungskennzeichen.
Wichtig: Die LVM-Mopedversicherung endet spätestens am letzten Februartag. Das ist von einem Saisonkennzeichen für zulassungspflichtige Fahrzeuge zu unterscheiden.
Sanierung (Versicherungsvertrag)
Die Maßnahmen zur Wiederherstellung der finanziellen Stabilität oder Rentabilität eines Versicherungsvertrages, oft durch Anpassung der Prämien, Leistungen oder Bedingungen, um Verluste zu reduzieren oder die Risikostruktur zu verbessern.
Schaden-Kosten-Quote (auch Combined Ratio)
Die Schaden-Kosten-Quote, international bekannt als Combined Ratio, ist eine wichtige Kennzahl in der Versicherungswirtschaft, die das Verhältnis von Schadensaufwendungen und Betriebskosten eines Versicherers zu den eingenommenen Prämien misst. Sie wird in Prozent angegeben und dient als Indikator für die Profitabilität und Effizienz eines Versicherungsunternehmens im Underwriting-Geschäft, also dem Kerngeschäft der Risikoübernahme.
Schadendurchschnitt
Der Schadendurchschnitt ist eine Kennzahl in der Versicherungswirtschaft, die den durchschnittlichen Betrag darstellt, den ein Versicherer für jeden gemeldeten Schadenfall innerhalb eines bestimmten Zeitraums auszahlt. Diese Kennzahl wird berechnet, indem die Gesamtsumme aller Schadenszahlungen durch die Anzahl der Schadensfälle dividiert wird. Der Schadendurchschnitt gibt Aufschluss über das typische Schadensniveau in einem bestimmten Versicherungszweig oder -portfolio und ist ein wichtiger Indikator für das Risikomanagement und die Prämienkalkulation von Versicherungsunternehmen.
Schadenhäufigkeit
Die Schadenhäufigkeit ist eine Kennzahl in der Versicherungsbranche, die angibt, wie oft Schadensfälle in Bezug auf eine bestimmte Anzahl von Risiken (z.B. Versicherungspolicen) oder über einen definierten Zeitraum auftreten. Diese Kennzahl wird typischerweise verwendet, um das Risiko innerhalb eines Versicherungsportfolios zu bewerten und kann entscheidend für die Prämienkalkulation und das Risikomanagement eines Versicherers sein.
Schadenminderungspflicht
Die Schadenminderungspflicht, auch Schadensminderungspflicht genannt, ist ein rechtliches Prinzip, das besagt, dass eine geschädigte Partei verpflichtet ist, im Falle eines Schadens angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dieses Prinzip findet in vielen Rechtsbereichen Anwendung, insbesondere im Vertragsrecht, Haftpflichtrecht und Versicherungsrecht. Die Idee dahinter ist, dass der Schaden nicht unnötig vergrößert werden soll, wenn durch zumutbare Handlungen dessen Ausweitung verhindert oder begrenzt werden kann.
Schlüsselverlust
Der Verlust von Schlüsseln, die zu gesicherten oder wertvollen Bereichen, wie Gebäuden, Fahrzeugen oder Tresoren, Zugang bieten. Versicherungen für Schlüsselverlust decken die Kosten für den Ersatz der Schlüssel und gegebenenfalls der Schlösser ab.
Schlussüberschuss
Der Schlussüberschuss ist eine Form der Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung, die Versicherungsnehmern bei Ablauf oder Kündigung ihres Vertrages zusätzlich zu den garantierten Leistungen und zur laufenden Überschussbeteiligung ausgezahlt wird. Er repräsentiert den Anteil des Versicherungsnehmers an den erwirtschafteten, aber noch nicht zugewiesenen Überschüssen des Versicherungsunternehmens. Der Schlussüberschuss wird auf Basis der wirtschaftlichen Entwicklung und der Ertragslage des Versicherers während der Vertragslaufzeit berechnet und kann daher in seiner Höhe variieren.
Schneedruck
Die Belastung und der Schaden, der durch die Ansammlung von Schnee auf Gebäuden, insbesondere auf Dächern, entsteht. Versicherungen gegen Schneedruck bieten Schutz vor den Kosten für Reparatur oder Wiederherstellung der durch schwere Schneelasten beschädigten Strukturen.
Schuldrechtlicher Vertrag
Ein Vertragstyp im Zivilrecht, der die schuldrechtlichen Beziehungen zwischen den Parteien regelt, wie Kaufverträge, Mietverträge oder Dienstleistungsverträge. In der Versicherungsbranche sind schuldrechtliche Verträge wichtig für die Gestaltung von Versicherungsverhältnissen und -ansprüchen.
Schwamm
Schwamm bezeichnet holzzerstörenden Pilzbefall, etwa Echten Hausschwamm.
Beispiel: Ein befallener Holzbalken muss saniert werden.
Wichtig: Eine Gebäudeversicherung bezahlt solche Schäden nicht allgemein. Die geprüften LVM-Leitungswasserbedingungen enthalten einen Schwammausschluss. Etwaige Sondervereinbarungen müssen ausdrücklich geprüft werden.
Quelle: LVM: Wohngebäudebedingungen VGB 2022.
Selbstbeteiligung (auch: Selbstbehalt)
Die Selbstbeteiligung, auch bekannt als Selbstbehalt, ist ein in Versicherungsverträgen häufig verwendetes Konzept, das festlegt, welchen Anteil des Schadens oder der Kosten der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst tragen muss. Die Selbstbeteiligung kann als fester Betrag oder als prozentualer Anteil des Schadens definiert sein.
Selbstständige
Selbstständige sind Personen, die ihr eigenes Unternehmen führen oder freiberuflich tätig sind. Sie sind verantwortlich für ihre eigene soziale Sicherung, einschließlich Rentenversicherung, und haben oft die Möglichkeit, sich freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung zu versichern.
Sengschaden
Ein Sengschaden ist eine örtlich begrenzte Beschädigung durch Hitze oder Glut.
Beispiel: Eine glühende Zigarette beschädigt einen Teppich.
Wichtig: Rauch- und Rußschäden sind gesonderte Schadenarten. Ob ein Sengschaden versichert ist, hängt von Ursache, betroffenen Sachen und vereinbarten Entschädigungsgrenzen ab.
Quelle: LVM: Hausratbedingungen VHB 2025.
SF-Klasse
Die Schadenfreiheitsklasse beeinflusst den Beitrag in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung anhand des maßgeblichen Schadenverlaufs.
Beispiel: Nach einem regulierten Schaden kann im folgenden Versicherungsjahr eine Rückstufung erfolgen.
Wichtig: Einstufung, Beitragssatz, Rückstufung und Rabattschutz folgen dem Tarif. Eine Schadenmeldung allein ist nicht mit jeder späteren Rückstufung gleichzusetzen.
Sicherheitsvorschriften
Regeln und Richtlinien, die darauf abzielen, die Sicherheit von Personen und Eigentum zu gewährleisten. In der Versicherungsbranche können die Einhaltung und Anwendung von Sicherheitsvorschriften die Versicherungsbedingungen und -prämien beeinflussen.
Sicherungsklasse
Eine Einstufung, die das Niveau der Sicherheitsvorkehrungen eines Objekts, wie eines Hauses oder Fahrzeugs, beschreibt. Versicherer verwenden die Sicherungsklasse, um das Risiko eines Schadens oder Diebstahls zu bewerten und die Versicherungsprämie entsprechend anzupassen.
Sicherungsvereinbarung
Ein Vertrag, der die Bedingungen festlegt, unter denen ein Kreditgeber Sicherheiten erhält, um das Risiko eines Kreditausfalls zu minimieren. Im Versicherungskontext können Sicherungsvereinbarungen auch die Grundlage für bestimmte Arten von Versicherungsgarantien sein.
Silikonfugen
Abdichtungen aus Silikonmaterial, die verwendet werden, um Fugen in Badezimmern, Küchen oder anderen Bereichen wasserdicht zu machen. Schäden an Silikonfugen können unter bestimmten Bedingungen in Gebäude- oder Hausratversicherungen abgedeckt sein.
Sofortrente
Eine Sofortrente ist eine Form der Rentenversicherung, bei der der Versicherungsnehmer eine einmalige Kapitalzahlung leistet und im Gegenzug sofort oder nach einer kurzen Verzögerung regelmäßige Rentenzahlungen bis zu seinem Lebensende erhält. Dieses Finanzprodukt dient dazu, nach dem Eintritt in den Ruhestand ein garantiertes und lebenslanges Einkommen zu sichern. Sofortrenten sind besonders für Personen geeignet, die sich im Ruhestand befinden oder kurz davor stehen und die Sicherheit eines regelmäßigen Einkommens wünschen.
Sonderausgabenabzug
Der Sonderausgabenabzug ist ein Begriff aus dem Steuerrecht, der bestimmte private Ausgaben bezeichnet, die steuermindernd geltend gemacht werden können. Sonderausgaben sind Ausgaben, die nicht direkt mit Einkünften in Verbindung stehen, wie es bei Werbungskosten oder Betriebsausgaben der Fall ist, aber dennoch vom Gesetzgeber als steuerlich abzugsfähig anerkannt werden. Der Abzug von Sonderausgaben führt zu einer Verringerung des zu versteuernden Einkommens und somit zu einer Reduktion der Einkommensteuerlast.
Sondervermögen
Bei einem Fonds als Sondervermögen werden die Vermögensgegenstände des Fonds getrennt vom eigenen Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft gehalten.
Diese Trennung schützt vor dem Vermischen der Vermögen. Sie verhindert keine Kursverluste der Anlagen und ist keine Einlagensicherung oder Kapitalgarantie. Maßgeblich sind die Rechtsform und die Unterlagen des konkreten Fonds.
Quelle: KAGB § 92: Sondervermögen.
Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen
Diese Einmalzahlungen ermöglichen es, Rentenabschläge auszugleichen, die durch einen vorzeitigen Rentenbeginn entstehen, um die volle Rentenhöhe zu erreichen.
Sozial versicherungsnachweisheft
Ein Dokument, das die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung einer Person nachweist, einschließlich aller Zeiten und Beitragszahlungen, relevant für die Rentenanspruchsberechnung.
Spezial-Strafrechtsschutz
Eine Versicherung, die Schutz bei strafrechtlichen Anklagen bietet, indem sie die Kosten für die rechtliche Verteidigung übernimmt. Diese Art von Versicherung ist besonders für Berufsgruppen relevant, die einem erhöhten strafrechtlichen Risiko ausgesetzt sind.
Standmitteilung
Die Standmitteilung ist ein Dokument, das von Versicherungsgesellschaften, insbesondere im Bereich der Lebensversicherung und privaten Rentenversicherung, an ihre Kunden versendet wird. Sie informiert den Versicherungsnehmer jährlich über den aktuellen Stand und die Entwicklung seines Versicherungsvertrages. Die Standmitteilung gibt Auskunft über den bisher aufgebauten Kapitalwert, die bereits eingezahlten Beiträge, die erwartete Ablaufleistung bei Vertragsende sowie über eventuell erwirtschaftete Überschüsse und deren Verwendung.
Stehlgutliste
Eine Liste, die gestohlene Gegenstände enthält, oft verwendet von Versicherungsgesellschaften und Strafverfolgungsbehörden, um Diebstähle zu dokumentieren und gestohlene Objekte zu identifizieren.
Sterbetafel
Eine Sterbetafel, auch Mortalitätstafel genannt, ist ein statistisches Instrument, das die Sterblichkeit einer Bevölkerungsgruppe über einen bestimmten Zeitraum darstellt. Sie zeigt für jedes Lebensalter die Wahrscheinlichkeit des Sterbens bis zum nächsten Geburtstag und basiert auf der Auswertung historischer Sterbedaten. Sterbetafeln werden in verschiedenen Bereichen genutzt, insbesondere in der Versicherungswirtschaft, der Demografie und der Rentenplanung, um Risiken zu bewerten, Prämien zu berechnen und Vorsorgeprodukte zu gestalten.
Steuern
Abgaben, die Individuen und Unternehmen an den Staat entrichten müssen, basierend auf Einkommen, Vermögen und anderen steuerpflichtigen Aktivitäten.
Steuern (bei Lebens- und Renten versicherungen)
Die Besteuerung von Lebens- und Rentenversicherungen hängt von der Art der Versicherung, den spezifischen Vertragsbedingungen und der Gesetzgebung des jeweiligen Landes ab. Im Folgenden wird ein allgemeiner Überblick über die steuerlichen Aspekte bei Lebens- und Rentenversicherungen gegeben, wobei der Fokus auf Deutschland liegt. Es ist wichtig zu beachten, dass steuerrechtliche Regelungen komplex sind und sich ändern können, daher ist eine individuelle Beratung durch einen Steuerberater empfehlenswert.
Stornoabzug
Ein Stornoabzug kann den bei vorzeitiger Beendigung einer Lebens- oder Rentenversicherung auszuzahlenden Betrag mindern, soweit der Abzug wirksam vereinbart, beziffert und angemessen ist.
Beispiel: Vor einer Kündigung lässt sich die Auszahlung einschließlich eines etwaigen Abzugs schriftlich ausweisen.
Wichtig: Ein Abzug für noch nicht getilgte Abschluss- und Vertriebskosten ist nach § 169 Absatz 5 VVG unwirksam. Bereits bei der Berechnung des Vertragswerts berücksichtigte Kosten sind vom zusätzlichen Stornoabzug zu unterscheiden.
Quelle: § 169 VVG.
Stornoquote
Die Stornoquote ist eine Kennzahl in der Versicherungsbranche, die das Verhältnis der Anzahl der stornierten Versicherungsverträge zur Gesamtzahl der bestehenden Verträge innerhalb eines bestimmten Zeitraums angibt. Sie wird häufig als Prozentsatz ausgedrückt und dient als Indikator für die Kundenzufriedenheit und -bindung sowie für die Stabilität des Versicherungsbestands. Eine hohe Stornoquote kann auf Probleme hindeuten, wie etwa Unzufriedenheit der Versicherungsnehmer mit den Produkten oder dem Service, wettbewerbsfähigere Angebote von Konkurrenten oder wirtschaftliche Faktoren, die Kunden dazu veranlassen, ihre Policen zu kündigen.
Straf-Rechtsschutz
Eine Versicherungsleistung, die die Kosten für die Verteidigung in einem Strafverfahren abdeckt. Diese Versicherung ist wichtig für Personen und Unternehmen, um finanzielle Unterstützung bei rechtlichen Auseinandersetzungen zu erhalten, die aus strafrechtlichen Anschuldigungen resultieren.
Strafkautionsdarlehen
Ein Darlehen, das zur Zahlung einer Kaution im Rahmen eines Strafverfahrens verwendet wird, um die vorläufige Freilassung des Beschuldigten aus der Haft zu ermöglichen. Versicherungen können die Bereitstellung von Strafkautionsdarlehen als Teil des Rechtsschutzpaketes anbieten.
Straßenverkehrsbehörde
Die Straßenverkehrsbehörde ist eine staatliche oder kommunale Behörde, die für die Regelung und Überwachung des Straßenverkehrs sowie die Zulassung von Fahrzeugen und Fahrern zuständig ist. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Erteilung von Fahrerlaubnissen (Führerscheinen), die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr, die Vergabe von Kennzeichen und die Ausstellung von Betriebserlaubnissen.
Die VB, oft auch als elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) bezeichnet, ist ein Nachweis darüber, dass für das Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung besteht, welche gesetzlich vorgeschrieben ist. Fehlerhafte Angaben in dieser Bestätigung können Probleme bei der Fahrzeugzulassung verursachen, da sie eine wesentliche Voraussetzung für die Zulassung ist.
Schadensfreiheitsrabatt
Der Schadenfreiheitsrabatt berücksichtigt schadenfreie Jahre in der Kfz-Haftpflicht und der Vollkasko. Nach einem regulierten Schaden kann sich die Schadenfreiheitsklasse verschlechtern. Ob und wie eine Rückstufung erfolgt, hängt von den vereinbarten Bedingungen ab.
Streik
Ein kollektiver Arbeitsausstand von Arbeitnehmern als Mittel des Arbeitskampfes, oft um bessere Arbeitsbedingungen oder Löhne zu fordern. In Versicherungskontexten können Streiks Auswirkungen auf Betriebsunterbrechungsversicherungen haben, indem sie Schutz gegen Produktionsausfälle und finanzielle Verluste bieten.
Sturmversicherung
Sturmversicherung schützt gegen vertraglich bestimmte Sturmschäden. Die geprüften LVM-Gebäudebedingungen setzen grundsätzlich Windstärke 8 voraus.
Beispiel: Sturm beschädigt das Dach.
Wichtig: Regen allein ist kein Sturm. Hagel und weitere Naturgefahren haben eigene Definitionen; der vereinbarte Schutz bleibt maßgeblich.
Quelle: LVM: Wohngebäudebedingungen VGB 2022.
Subunternehmerbeauftragung
Der Prozess, bei dem ein Hauptunternehmer Teile eines Projekts an Drittunternehmen auslagert. In Versicherungsverträgen müssen die Haftungs- und Versicherungsbedingungen für Subunternehmer oft klar definiert werden, um Risiken angemessen zu managen.
Summenermittlungsbogen
Ein Dokument, das zur Bestimmung der Versicherungssumme verwendet wird, indem es die Werte von Vermögensgegenständen, Inventar oder anderen relevanten Posten auflistet. Dieses Instrument hilft bei der genauen Kalkulation der notwendigen Deckungssumme in Versicherungspolicen.
