Versicherungsbegriffe mit B

Bagatellschaden (auch: Bagatellunfall)

Ein Bagatellschaden, auch bekannt als Bagatellunfall, bezieht sich auf einen Schadenfall, bei dem nur geringfügige Schäden entstanden sind, sei es an einem Fahrzeug, einem Objekt oder Eigentum. Im Kontext der Kfz-Versicherung spricht man von einem Bagatellschaden, wenn bei einem Unfall lediglich leichte Schäden am Auto oder an der Ausstattung auftreten, die kostengünstig zu reparieren sind. Typische Beispiele für Bagatellschäden sind kleine Dellen, Kratzer im Lack oder beschädigte Außenspiegel.

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Bankbürgschaft

Eine Garantie von einer Bank gegeben, die besagt, dass sie die finanziellen Verpflichtungen ihres Kunden erfüllen wird, falls dieser dazu nicht in der Lage ist. Dies wird häufig in Geschäftstransaktionen eingesetzt, um die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft zu sichern.

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Bargeldlose Beitragsentrichtung

In der modernen Wirtschaft werden Sozialversicherungsbeiträge typischerweise bargeldlos entrichtet. Dies bedeutet, dass die Beiträge direkt vom Bankkonto des Beitragszahlers oder durch Gehaltsabzüge überwiesen werden.

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Basisrente

Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist eine Form der privaten Altersvorsorge. Sie sieht eine lebenslange Rentenzahlung vor. Beiträge können innerhalb der gesetzlichen Grenzen steuerlich berücksichtigt werden. Eine freie Auszahlung des angesparten Kapitals ist nicht vorgesehen. Ob diese Vorsorgeform zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen und steuerlichen Situation ab.

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Bauartklasse

Eine Klassifizierung von Gebäuden nach ihrer Konstruktion, Materialien und Brandrisiko, die von Versicherern verwendet wird, um Risiken zu bewerten und Versicherungsprämien zu bestimmen.

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Bauherren-Haftpflichtversicherung

Die Bauherren-Haftpflichtversicherung ist eine spezielle Versicherungspolice, die für Personen konzipiert ist, die ein Bauvorhaben als Bauherr durchführen oder in Auftrag geben. Der Bau eines Hauses oder eine größere Renovierung birgt zahlreiche Risiken, nicht nur in Bezug auf Unfälle und Schäden, die auf der Baustelle selbst entstehen können, sondern auch hinsichtlich potenzieller Schäden für Dritte. Genau für diese Risiken bietet die Bauherren-Haftpflichtversicherung Schutz.

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Baupreisindex

Ein statistischer Indikator, der die Entwicklung der Preise im Bauwesen misst. Er wird verwendet, um den Wert von Bauleistungen im Laufe der Zeit anzupassen und ist relevant für die Bewertung in der Versicherung und Bauwirtschaft.

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Bauspezialversicherer

Ein Versicherungsunternehmen, das sich auf die Versicherung von Bauprojekten spezialisiert hat, einschließlich Deckungen für Bauwerke, Baumaterialien und Bauherrenrisiken.

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Be- und Entladeschäden

Schäden, die während des Ladens oder Entladens von Waren oder Gütern entstehen, oft abgedeckt durch Transport- oder Kaskoversicherungen, um Risiken im Logistik- und Transportsektor zu managen.

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Bedarfsanalyse

Ein Prozess in der Finanz- und Versicherungsberatung, bei dem der individuelle Versicherungs- und Finanzbedarf einer Person oder eines Unternehmens ermittelt wird, um geeignete Produkte und Dienstleistungen zu empfehlen.

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Beginnverlegung

Eine Veränderung des ursprünglichen Startdatums einer Versicherungspolice, die entweder vorverlegt oder nach hinten verschoben werden kann, um den Bedürfnissen des Versicherungsnehmers gerecht zu werden.

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Beihilfe

Beihilfe ist eine Leistung des Dienstherrn zu bestimmten Gesundheits-, Pflege- oder Geburtskosten von Berechtigten.

Welche Kosten und Personen berücksichtigt werden, richtet sich nach dem Beihilferecht des Bundes oder des zuständigen Landes. In Bremen informiert Performa Nord über individuelle und pauschale Beihilfe. Ein Beihilfeanspruch bedeutet nicht, dass jede Rechnung vollständig erstattet wird. Eine ergänzende Absicherung ist gesondert zu prüfen.

Quelle: Performa Nord: Beihilfe in Bremen.

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Beitrag

  • Versicherungsbeiträge: Die regelmäßig zu zahlenden Beträge für eine Versicherungspolice, um den Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten.
  • Beiträge zur Altersvorsorge: Geldbeträge, die in private oder betriebliche Rentenpläne eingezahlt werden, um finanzielle Sicherheit im Alter zu gewährleisten.
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Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze begrenzt das Einkommen, aus dem in einem bestimmten Sozialversicherungszweig Beiträge berechnet werden.

Beispiel: Ein Gehalt kann die Grenze der Krankenversicherung überschreiten und dennoch unter der Grenze der Rentenversicherung liegen.

Wichtig: Es gibt unterschiedliche Grenzen für die Versicherungszweige. Ein Einkommen oberhalb einer Grenze ist deshalb nicht pauschal in der gesamten Sozialversicherung beitragsfrei. Die Versicherungspflichtgrenze der Krankenversicherung erfüllt außerdem einen anderen Zweck.

Weiterführende Informationen

Quelle: Deutsche Rentenversicherung: Beitragsbemessungsgrenzen.

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Beitragsberechnung

Die Beitragsberechnung in der Sozialversicherung basiert auf dem Einkommen der versicherten Person. Sie definiert, wie viel in Prozent des Einkommens als Beitrag zu den verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung gezahlt werden muss.

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Beitragsentrichtung

 Die Entrichtung von Beiträgen bezieht sich auf den Prozess der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen, die für die Absicherung in verschiedenen sozialen Bereichen wie Rente, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung notwendig sind.

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Beitragserhaltungsgarantie

Eine Beitragserhaltungsgarantie legt fest, welcher Anteil der berücksichtigten Einzahlungen zu einem bestimmten vertraglichen Zeitpunkt mindestens für Leistungen bereitsteht.

Beispiel: Bei einer vereinbarten Garantie wird der maßgebliche Betrag zum Beginn der Auszahlungsphase geprüft.

Wichtig: Die Garantie gilt nicht automatisch bei jeder vorzeitigen Kündigung oder Auszahlung. Maßgeblich sind Garantiehöhe, Stichtag und erfasste Beiträge; zusätzliche Leistungen können abweichende Regeln haben.

Weiterführende Informationen

Quelle: neue leben: Beitragserhaltungsgarantie.

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Beitragsfreie Zeiten

Solche Zeiten in der Rentenversicherung sind Zeiträume, in denen keine Beiträge gezahlt wurden, die aber unter bestimmten Voraussetzungen (wie Krankheit, Studium oder Erziehungszeiten) für die Rentenberechnung berücksichtigt werden können.

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Beitragsfreistellung

Bei bestimmten Lebens- und Rentenversicherungen kann die weitere Beitragszahlung beendet und der Vertrag mit entsprechend reduzierten Leistungen fortgeführt werden.

Beispiel: Vor einer Änderung lässt sich die beitragsfreie Leistung schriftlich berechnen und mit der bisherigen Absicherung vergleichen.

Wichtig: Mindestleistungen und Vertragsbedingungen sind zu beachten. Zusatzschutz kann sich verringern oder entfallen. Eine Beitragsfreistellung ist kein allgemeines Recht, eine beliebige Sachversicherung ohne weitere Zahlung unverändert fortzuführen.

Weiterführende Informationen

Quelle: § 165 VVG.

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Beitragsgeminderte Zeiten

Beitragsgeminderte Zeiten sind rentenrechtlich bestimmte Kalendermonate, in denen Beitragszeiten mit Anrechnungs-, Zurechnungs- oder Ersatzzeiten zusammentreffen. Auch Pflichtbeitragsmonate einer Berufsausbildung gehören dazu.

Beispiel: Innerhalb eines Kalendermonats treffen eine Beschäftigungszeit und eine anerkannte Anrechnungszeit zusammen.

Wichtig: Ein niedriger Beitrag wegen Teilzeit oder Minijob macht einen Monat allein noch nicht zu einer beitragsgeminderten Zeit. Die Rentenversicherung bewertet den tatsächlichen Versicherungsverlauf.

Weiterführende Informationen

Quelle: § 54 SGB VI.

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Beitragskalkulation

Die Beitragskalkulation ist ein Verfahren, das Versicherungsunternehmen anwenden, um die Höhe der Versicherungsprämien zu bestimmen, die von den Versicherungsnehmern für ihren Versicherungsschutz zu zahlen sind. Dieses Verfahren basiert auf einer Vielzahl von Faktoren und statistischen Daten, um das Risiko, das mit der Versicherung einer Person, eines Objekts oder einer Aktivität verbunden ist, angemessen zu bewerten und entsprechend zu bepreisen. Ziel ist es, einen Preis zu ermitteln, der sowohl für den Versicherungsnehmer fair ist als auch dem Versicherer ermöglicht, alle zukünftigen Ansprüche zu decken und gleichzeitig einen Gewinn zu erzielen.

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Beitragsrückerstattung

Die Beitragsrückerstattung ist eine Praxis einiger Versicherungsunternehmen, bei der Versicherungsnehmer unter bestimmten Bedingungen einen Teil ihrer gezahlten Prämien zurückerhalten. Dieses Konzept wird vor allem in der privaten Krankenversicherung (PKV) und bei Lebensversicherungen angewendet, kann aber auch in anderen Versicherungssparten vorkommen. Die Rückerstattung erfolgt in der Regel, wenn der Versicherungsnehmer über einen bestimmten Zeitraum keine oder nur sehr wenige Leistungsansprüche geltend gemacht hat.

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Beitragssatz

Der Beitragssatz ist der Prozentsatz vom Einkommen, der in die Sozialversicherungssysteme eingezahlt wird. Er variiert je nach Versicherungsart und politischer Festlegung.

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Beitragszahler

Ein Beitragszahler ist eine Person oder eine Organisation, die regelmäßige Zahlungen an eine Institution oder ein Unternehmen leistet, um Teil eines Service oder einer Vereinbarung zu sein, in der Regel in Form von Versicherungen, Mitgliedschaften oder Abonnements. Im Kontext von Versicherungen beispielsweise ist der Beitragszahler derjenige, der Prämien an eine Versicherungsgesellschaft zahlt, um Versicherungsschutz zu erhalten. Diese Beiträge können für verschiedene Arten von Versicherungen geleistet werden, darunter Krankenversicherung, Lebensversicherung, Haftpflichtversicherung und viele andere.

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Beitragszeiten

Dies sind Zeiten, in denen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet wurden. Sie sind entscheidend für die Berechnung der Rentenhöhe und den Erwerb des Rentenanspruchs.

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Beratungsdokumentation

Die Aufzeichnung des Beratungsprozesses zwischen einem Finanzberater oder Versicherungsvermittler und dem Kunden, einschließlich der gegebenen Empfehlungen und Entscheidungen, was für Transparenz und Rechenschaftspflicht sorgt.

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Berücksichtigungszeit wegen Kindererziehung

Die Erziehung eines Kindes kann bis zu dessen zehntem Geburtstag als Berücksichtigungszeit im Rentenkonto erfasst werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Beispiel: Ein Elternteil prüft bei der Kontenklärung, ob die Erziehungszeiten vollständig erfasst sind.

Wichtig: Berücksichtigungszeiten sind nicht mit den Beitragszeiten für Kindererziehung gleichzusetzen. Ihre Wirkung auf Wartezeiten und Rentenberechnung hängt von den jeweiligen gesetzlichen Regeln ab.

Weiterführende Informationen

Quelle: Deutsche Rentenversicherung: Berücksichtigungszeiten, Deutsche Rentenversicherung: Kindererziehung und Pflege.

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Berücksichtigungszeit wegen Pflege

Berücksichtigungszeiten wegen Pflege sind eine historische rentenrechtliche Regelung für bestimmte Pflegezeiten vom 1. Januar 1992 bis 31. März 1995.

Beispiel: Ein älterer Versicherungsverlauf enthält eine anerkannte Pflegeberücksichtigungszeit aus diesem Zeitraum.

Wichtig: Für heutige nicht erwerbsmäßige Pflege kommen unter Voraussetzungen Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung in Betracht. Das ist rechtlich etwas anderes als die historische Berücksichtigungszeit. Die konkrete Anerkennung prüft die Rentenversicherung.

Weiterführende Informationen

Quelle: § 249b SGB VI, Deutsche Rentenversicherung: Kindererziehung und Pflege.

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Berufsausbildungszeiten

In der Rentenversicherung anerkannte Zeiten einer Berufsausbildung, die für den Erwerb von Rentenansprüchen relevant sein können

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Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung ist eine spezielle Form der Haftpflichtversicherung, die darauf ausgerichtet ist, Fach- und Führungskräfte, Freiberufler sowie bestimmte Unternehmen und Dienstleister gegen Schadensersatzansprüche Dritter abzusichern, die aus beruflichen Tätigkeiten, Fehlern oder Versäumnissen entstehen können. Diese Versicherung ist besonders wichtig für Berufe, in denen die Arbeit unmittelbare finanzielle, gesundheitliche oder rechtliche Auswirkungen auf Kunden oder Klienten haben kann.

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Berufsständische Versorgungswerke

Diese sind eigenständige Versorgungseinrichtungen für freie Berufe (z.B. Ärzte, Anwälte, Architekten), die eine berufsbezogene Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung bieten.

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Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit bezeichnet den Zustand, in dem eine Person aufgrund von Krankheit, Unfall oder anderen körperlichen bzw. psychischen Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage ist, ihren zuletzt ausgeübten Beruf, wie im Vertrag definiert, auszuüben. In der Regel spricht man von Berufsunfähigkeit, wenn die betroffene Person ihren Beruf auf absehbare Zeit – oft wird ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten angegeben – zu mindestens 50% nicht mehr ausüben kann. Die genauen Bedingungen, unter denen eine Berufsunfähigkeit anerkannt wird, können je nach Versicherungsvertrag und gesetzlichen Regelungen variieren.

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Berufsunfähigkeit/Berufsunfähigkeitsrente

Eine private Berufsunfähigkeitsrente ist eine vereinbarte Leistung, wenn die gesundheitliche Beeinträchtigung der versicherten Person die Voraussetzungen ihres Vertrags erfüllt.

Beispiel: Eine Erkrankung verhindert wesentliche Aufgaben des zuletzt ausgeübten Berufs. Der Versicherer prüft Tätigkeit, Einschränkungen und Bedingungen.

Wichtig: Aus einer Krankschreibung oder dem Wegfall des bisherigen Arbeitsplatzes entsteht nicht automatisch ein Rentenanspruch. Gesetzliche Erwerbsminderung wird nach anderen Regeln geprüft.

Weiterführende Informationen

Quelle: § 172 VVG.

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Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine Form der Personenversicherung, die darauf abzielt, Versicherten finanziellen Schutz zu bieten, falls sie aufgrund von Krankheit, Unfall oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben. Sie zählt zu den wichtigsten Versicherungen für Erwerbstätige, da sie ein existenzielles Risiko absichert: den Verlust der Arbeitskraft und somit der Fähigkeit, Einkommen zu erzielen.

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Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) ist eine Ergänzung zu einer Hauptversicherung, typischerweise zu einer Lebensversicherung oder einer privaten Rentenversicherung, die speziell darauf abzielt, finanziellen Schutz im Falle einer Berufsunfähigkeit zu bieten. Sie funktioniert ähnlich wie eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), ist aber mit einem bestehenden Versicherungsvertrag verknüpft und bietet Leistungen, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit, Unfall oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben.

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Beschäftigungsort

Der Ort, an dem ein Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit ausübt. Dieser ist relevant für die Anwendung arbeitsrechtlicher Bestimmungen und sozialversicherungsrechtlicher Regelungen, einschließlich der Festlegung des zuständigen Sozialversicherungsträgers.

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Betriebliche Altersversorgung (auch: Betriebsrente)

Die betriebliche Altersversorgung (bAV), oft auch als Betriebsrente bezeichnet, ist eine Form der Altersvorsorge, die von Arbeitgebern für ihre Mitarbeiter bereitgestellt wird. Sie ist neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der privaten Altersvorsorge eine der drei Säulen der Alterssicherung in vielen Ländern, insbesondere in Deutschland. Ziel der betrieblichen Altersversorgung ist es, Arbeitnehmern zusätzlich zur staatlichen Rente ein weiteres finanzielles Standbein im Alter zu bieten.

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Betriebsbeschreibung

Ein detailliertes Dokument, das die Art der Geschäftstätigkeit, die genutzten Verfahren, Anlagen und Risiken eines Unternehmens beschreibt, was für die Risikoabschätzung und Versicherungspolicengestaltung wichtig ist.

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Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist eine Versicherungsform, die Unternehmen und Selbstständige vor finanziellen Folgen schützt, die aus Schadensersatzansprüchen Dritter resultieren können. Diese Ansprüche können entstehen, wenn im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit Personen- oder Sachschäden verursacht werden und das Unternehmen dafür haftbar gemacht wird. Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt somit die Risiken ab, die aus der alltäglichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens entstehen können.

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BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht):

Die deutsche Bundesbehörde, die für die Regulierung und Aufsicht des Finanzmarktes zuständig ist, einschließlich Banken, Versicherungen und Wertpapierhandel, um die Stabilität und Integrität des Finanzsystems zu gewährleisten.

Betriebsunterbrechungsversicherung

Eine Betriebsunterbrechungsversicherung kann vereinbarte fortlaufende Kosten und entgangenen Betriebsgewinn ersetzen, wenn ein versicherter Auslöser den Betrieb unterbricht.

Beispiel: Eine versicherte Maschine wird beschädigt und die Produktion kann vorübergehend nicht fortgesetzt werden.

Wichtig: Nicht jede Betriebsstörung ist versichert. Auslöser, versicherte Sachen, Versicherungsort, Haftzeit und Entschädigungsgrenzen müssen zum konkreten Vertrag passen. Sachschaden und Ertragsausfall sind getrennte Positionen.

Weiterführende Informationen

Quelle: LVM: Bedingungen der Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung.

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Bewertungsreserven

Bewertungsreserven, auch als stille Reserven bekannt, sind verborgene Vermögenswerte, die in der Bilanz eines Unternehmens oder in den Beständen einer Versicherungsgesellschaft vorhanden sind, deren Marktwert jedoch über dem in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert liegt. Diese Differenz entsteht, weil Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten nach dem Prinzip der kaufmännischen Vorsicht oft zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet werden, ohne die zwischenzeitliche Wertsteigerung am Markt zu berücksichtigen. In der Versicherungswirtschaft spielen Bewertungsreserven insbesondere bei Kapitalanlagen eine wichtige Rolle.

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Bezugsberechtigter

Ein Bezugsberechtigter ist eine Person oder Organisation, die das Recht hat, im Versicherungsfall Leistungen aus einer Versicherungspolice zu erhalten. Dieser Begriff wird häufig in Verbindung mit Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und anderen Arten von Personenversicherungen verwendet. Die Bestimmung des Bezugsberechtigten ist ein wesentlicher Bestandteil des Versicherungsvertrages, da sie klarstellt, wer die Versicherungsleistung im Todesfall des Versicherungsnehmers oder unter anderen vertraglich festgelegten Bedingungen erhalten soll.

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Bezugsgrößen

 In der Sozialversicherung verwendete Rechengrößen, die zur Bestimmung von Beitragshöhen, Beitragsbemessungsgrenzen und Leistungsansprüchen dienen. Sie werden regelmäßig angepasst, um Änderungen in der Wirtschaft widerzuspiegeln.

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Bodenkaskoversicherung

Bodenkasko bezeichnet im gewerblichen Umweltversicherungskontext eine Absicherung von Umwelteigenschäden am Boden. Der konkrete Baustein und seine Voraussetzungen müssen vereinbart sein.

Beispiel: Aus einer Anlage tritt Heizöl aus und verunreinigt betrieblich genutzten Boden.

Wichtig: Dies ist keine allgemeine Bezeichnung für die Versicherung von Booten an Land. Kosten, betroffene Grundstücke und Ausschlüsse sind anhand des Angebots zu prüfen.

Weiterführende Informationen

Quelle: GEV: Bodenkasko.

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Bonität

Die Kreditwürdigkeit oder finanzielle Zuverlässigkeit einer Person oder Organisation, die oft bei der Bewertung der Fähigkeit zur Rückzahlung von Krediten oder bei der Festsetzung von Versicherungsprämien berücksichtigt wird.

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Bonitätsprüfung

Der Prozess der Überprüfung der finanziellen Stabilität und Zuverlässigkeit einer Person oder eines Unternehmens, oft verwendet von Kreditgebern und Versicherern, um das Risiko zu bewerten.

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Böswillige Beschädigung

Vorsätzliche Zerstörung oder Schädigung von Eigentum durch Dritte. In der Versicherungsbranche ist böswillige Beschädigung oft ein abgedecktes Risiko, insbesondere in Policen, die Sachschäden abdecken.

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Brandmeldeanlage

Ein Sicherheitssystem, das dazu dient, Brände frühzeitig zu erkennen und zu melden, um Schäden zu minimieren und die Sicherheit zu erhöhen. In der Versicherungsbranche kann das Vorhandensein einer Brandmeldeanlage die Prämien beeinflussen.

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Brandschutz

Maßnahmen und Techniken, die implementiert werden, um die Entstehung und Ausbreitung von Bränden zu verhindern oder einzudämmen. Dies umfasst sowohl physische Vorrichtungen wie Sprinkleranlagen als auch organisatorische Maßnahmen wie Brandschutzschulungen.

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Bruchteilversicherung

Bei einer Bruchteilversicherung wird die Entschädigung auf einen vereinbarten Teil der maßgeblichen Versicherungssumme begrenzt. Der Bruchteil wird vertraglich festgelegt.

Beispiel: Für einen größeren versicherten Sachbestand wird eine begrenzte Höchstentschädigung für ein bestimmtes Risiko vereinbart.

Wichtig: Gemeint ist nicht die Versicherung einzelner Miteigentumsanteile. Vollwertangabe, Bruchteil und mögliche Unterversicherung müssen getrennt geprüft werden.

Weiterführende Informationen

Quelle: SAP: Bruchteilversicherung im Bestandsführungssystem.

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Buchführungspflicht

Die gesetzliche Verpflichtung für Unternehmen, ordnungsgemäße Aufzeichnungen über ihre finanziellen Transaktionen zu führen, was für die Steuererklärung und auch für Versicherungszwecke von Bedeutung ist.

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Bundesfreiwilligendienst

 Ein Freiwilligendienst in Deutschland, der es Personen ermöglicht, sich im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich zu engagieren. Der Dienst bietet die Möglichkeit, gesellschaftliche Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig soziale Rechte zu erwerben.

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Bundesknappschaft

Ein Träger der Rentenversicherung in Deutschland, speziell für Beschäftigte im Bergbau. Sie bietet auch Kranken- und Pflegeversicherungsschutz für ihre Mitglieder.

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Bundesversicherungsanstalt

Eine frühere Bezeichnung für die heutige Deutsche Rentenversicherung, die als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland fungiert.

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Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA)

Vor der Zusammenlegung mit anderen Trägern zur Deutschen Rentenversicherung war die BfA für die Rentenversicherung der Angestellten in Deutschland zuständig.

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Bundeswehrdienst

Zeiten des Dienstes in der Bundeswehr werden in Deutschland unter bestimmten Bedingungen für die Rentenversicherung angerechnet, was die Rentenansprüche der ehemaligen Soldaten beeinflusst.

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Bundeszuschuss

Finanzielle Unterstützung, die der Bund der gesetzlichen Rentenversicherung gewährt, um deren Finanzierung sicherzustellen und um Beiträge und Rentenleistungen stabil zu halten.

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