Wohnen und Ankommen in Bremen
Starkregen und Rückstau in Bremen: So bereiten Sie Ihren Hauscheck vor
Im Keller stehen Fahrräder, Vorräte oder die Waschmaschine. Vielleicht nutzen Sie das Souterrain sogar als Wohnraum. Wenn Wasser eindringt, ist deshalb mehr betroffen als ein wenig Lagerfläche. Mit den Bremer Informationsangeboten können Sie mögliche Gefahren besser einordnen und die richtigen Fragen an Fachbetrieb und Versicherung stellen.
Wasser im Keller kann unterschiedliche Ursachen haben
- Oberflächenwasser
- Starker Regen kann sich auf dem Grundstück sammeln und über tiefe Zugänge oder Öffnungen ins Gebäude gelangen.
- Rückstau
- Wasser kann aus Entwässerungseinrichtungen, etwa einem Bodenablauf, in tiefer liegende Räume zurückdrücken.
- Leitungswasser
- Ein Schaden an einer Wasserleitung ist eine andere Ursache als Wasser, das nach einem Unwetter von außen eindringt.
Für die Schadenprüfung zählt die konkrete Ursache. Die Bezeichnung „Wasserschaden“ allein reicht dafür nicht aus.
Drei sinnvolle Schritte für Ihr Grundstück
- Die Bremer Starkregenkarte ansehen. Sie zeigt modellierte Überflutungsgefahren im Stadtgebiet und bietet einen ersten Anhaltspunkt für Ihre Adresse. Sie ersetzt keine Prüfung Ihres Gebäudes.
- Eine Detailauskunft nutzen. Für Bremer Grundstücke wird eine kostenfreie, grundstücksbezogene Auskunft angeboten. Informationen und Antragsweg finden Sie im Starkregenvorsorgeangebot.
- Baulichen Schutz vor Ort klären. hanseWasser bietet kostenlose Beratung zur Starkregenvorsorge und Grundstücksentwässerung an. Die Eignung und Wartung einer konkreten Rückstausicherung sollten Sie mit Fachleuten besprechen.
Zur Starkregenvorsorge von hanseWasser mit Karte, Detailauskunft und Beratung
Bereiten Sie für einen Termin Fotos der Kellerzugänge und Abläufe, vorhandene Entwässerungspläne sowie Unterlagen zu eingebauten Schutzanlagen vor. Notieren Sie außerdem, wie die Räume tatsächlich genutzt werden und ob es bereits frühere Wassereintritte gab.
Diese Fragen gehören in Ihre Vertragsprüfung
- Sind weitere Naturgefahren, insbesondere Überschwemmung und Rückstau, ausdrücklich vereinbart?
- Geht es um das Gebäude, Ihren Hausrat oder beides?
- Welche Selbstbeteiligung, Entschädigungsgrenzen und Wartezeiten gelten?
- Welche Anforderungen an Sicherung und Wartung enthält Ihr Vertrag?
- Stimmen Nutzung, Wohnfläche und Gebäudetechnik noch mit den hinterlegten Angaben überein?
Sturmflut gesondert betrachten: Elementarschutz bedeutet keine pauschale Absicherung gegen sämtliche Wassergefahren. Die veröffentlichten LVM Wohngebäudebedingungen VGB 2022 schließen Sturmflut im Bereich der Naturgefahren aus. Für Ihre Absicherung sind die konkret vereinbarten Bedingungen maßgeblich.
Wenn bereits Wasser eingedrungen ist
Bringen Sie sich nicht in Gefahr. Halten Sie sich bei Hochwasser oder eindringendem Wasser nicht im Keller auf. Es besteht unter anderem die Gefahr eines Stromschlags. Bei akuter Gefahr wählen Sie 112.
Dokumentieren Sie den Schaden aus einem sicheren Bereich und informieren Sie Ihre Versicherung möglichst zeitnah. Stimmen Sie das weitere Vorgehen ab. Dringende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr dürfen dadurch nicht verzögert werden.
Für die Meldung helfen Zeitpunkt, betroffene Räume, eine Beschreibung des Wassereintritts und vorhandene Fotos. Bewahren Sie Rechnungen zu erforderlichen Maßnahmen auf.
Passende nächste Schritte
Planen Sie einen Kauf oder Umbau? Nutzen Sie zusätzlich den Versicherungscheck für Ihr Bremer Haus. Bei einem Wohnungswechsel hilft der Umzugsratgeber für Bremen.
