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Glossar (K)

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Kapitalanlagen

Kapitalanlagen bezeichnen die Investition von Geldmitteln mit dem Ziel, einen finanziellen Ertrag zu erwirtschaften. Sie umfassen eine breite Palette von Anlageformen, die sich in Bezug auf das Risiko, die Renditeerwartung, die Liquidität und die Laufzeit unterscheiden.

Kostenrisiko

Das Risiko, bei einem Rechtsstreit nicht nur die eigenen Kosten tragen zu müssen, sondern auch die Kosten der gegnerischen Partei im Falle einer Niederlage. Dieses Risiko kann durch eine Rechtsschutzversicherung gemindert werden, die die Kosten eines Rechtsstreits abdeckt.

Kumulrisiko

Das Risiko, dass mehrere Versicherungsfälle gleichzeitig oder in einem engen zeitlichen Zusammenhang eintreten, was zu hohen kumulativen Verlusten für den Versicherer führen kann. Dies ist besonders relevant in Bereichen wie Naturkatastrophenversicherung oder bei groß angelegten Schadensereignissen.

Kindererziehungszeiten (KEZ)

In der Rentenversicherung angerechnete Zeiten für die Erziehung von Kindern, die die Rentenansprüche erhöhen, indem sie als Beitragszeiten gelten, auch wenn in dieser Zeit keine direkten Beiträge gezahlt wurden

Klausel

Ein spezifischer Abschnitt oder eine Bestimmung in einem Vertragsdokument, der/die bestimmte Bedingungen, Rechte oder Pflichten der beteiligten Parteien definiert. In Versicherungsverträgen sind Klauseln wichtig, um den Umfang der Deckung und die Bedingungen der Police zu spezifizieren.

Kapitallebensversicherung

Eine Kapitallebensversicherung ist eine Form der Lebensversicherung, die sowohl einen Todesfallschutz als auch einen Spar- bzw. Kapitalbildungsteil umfasst. Sie dient somit nicht nur der finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten, sondern ermöglicht auch die Bildung von Kapital für den Versicherungsnehmer selbst, sollte er den Vertragsablauf erleben. Die Kapitallebensversicherung ist somit eine Kombination aus Risikoschutz und Sparanlage.

Kreditversicherung

Eine Versicherung, die Schutz vor dem Ausfall von Forderungen bietet, zum Beispiel wenn ein Geschäftspartner zahlungsunfähig wird. Sie ist besonders in Handelsbeziehungen wichtig, um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren.

Korrespondenzanwalt

Ein Rechtsanwalt, der in einem anderen geografischen Gebiet als der Hauptanwalt tätig ist und in rechtlichen Angelegenheiten assistiert, oft bei grenzüberschreitenden oder regional spezifischen Fällen. In Versicherungsfällen können solche Anwälte für die lokale Vertretung oder für spezielle Rechtsberatung eingesetzt werden

Kompositversicherung

Eine Art von Versicherung, die mehrere unterschiedliche Risiken oder Versicherungsarten in einer einzigen Police kombiniert, um umfassenden Schutz zu bieten. Dies kann Sachversicherungen, Haftpflichtversicherungen und andere Arten in einem Paket umfassen.

Kleinflotte

Bezeichnet in der Versicherungsbranche eine Gruppe von Fahrzeugen, die einem Unternehmen gehören und als Flotte versichert sind. Die Definition einer Kleinflotte kann je nach Versicherer variieren, umfasst aber in der Regel eine geringe Anzahl von Fahrzeugen.

Kautionsversicherung

Eine Versicherung, die als Sicherheit für die Einhaltung vertraglicher oder gesetzlicher Verpflichtungen dient. Sie wird häufig in der Bauindustrie und bei öffentlichen Aufträgen verwendet, um sicherzustellen, dass Verpflichtungen erfüllt werden.

Kaskoversicherung

Die Kaskoversicherung ist eine Form der Fahrzeugversicherung, die Schäden am eigenen Fahrzeug des Versicherungsnehmers abdeckt. Sie ergänzt die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung, die Schäden an Dritten abdeckt, jedoch keine Schäden am eigenen Fahrzeug des Verursachers. Die Kaskoversicherung ist in der Regel optional und bietet Schutz vor finanziellen Verlusten durch Beschädigung, Zerstörung oder Diebstahl des eigenen Fahrzeugs.

Krankenversicherung der Rentner (KVdR)

Ein System, das in Deutschland Rentnern einen Krankenversicherungsschutz bietet, wobei Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sein können und Beiträge aus ihrer Rente entrichten.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung für jeden Fahrzeughalter, um Schäden abzudecken, die durch den Gebrauch des Fahrzeugs an Dritten (sowohl Personen als auch Sachen) verursacht werden. Sie ist in vielen Ländern eine Grundvoraussetzung für die Zulassung eines Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr. Die Versicherung schützt den Versicherungsnehmer vor finanziellen Forderungen, die aus Schäden resultieren, für die er oder die mitversicherten Fahrer verantwortlich gemacht werden können.

Künstlersozialkasse (KSK)

Eine deutsche Einrichtung, die die soziale Sicherung für selbstständige Künstler und Publizisten gewährleistet. Sie ermöglicht diesen Berufsgruppen den Zugang zu den gesetzlichen Sozialversicherungen (Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung) zu ähnlichen Bedingungen wie Angestellte.

Kfz-Unfallversicherung

Die Kfz-Unfallversicherung ist eine spezielle Versicherungsform, die zusätzlichen Schutz für Personen bietet, die sich während eines Autounfalls im Fahrzeug befinden. Sie ergänzt die allgemeine Kfz-Haftpflichtversicherung, indem sie unabhängig von der Schuldfrage Leistungen für körperliche Schäden erbringt, die Fahrzeuginsassen bei einem Unfall erleiden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt zwar Schäden an Dritten ab, bietet aber keinen spezifischen Schutz für körperliche Verletzungen des Fahrers oder der Passagiere im eigenen Fahrzeug; hier kommt die Kfz-Unfallversicherung ins Spiel.

Kündigung

Eine Kündigung ist im rechtlichen Sinne die einseitige Beendigung eines Vertragsverhältnisses durch eine der beteiligten Parteien. Sie kann sich auf verschiedene Arten von Verträgen beziehen, wie Arbeitsverträge, Mietverträge, Versicherungsverträge, Abonnements oder Dienstleistungsverträge. Die Kündigung erfolgt in der Regel schriftlich und muss bestimmte formale Anforderungen sowie Fristen einhalten, die entweder gesetzlich vorgeschrieben oder vertraglich vereinbart sind.

Kunstversicherung

Die Kunstversicherung ist eine spezialisierte Form der Versicherung, die darauf ausgerichtet ist, Kunstwerke und wertvolle Sammlerstücke gegen eine Vielzahl von Risiken zu schützen. Sie deckt in der Regel finanzielle Verluste ab, die durch Beschädigung, Diebstahl, Verlust oder andere unvorhergesehene Ereignisse entstehen können, die Kunstwerke betreffen. Diese Art der Versicherung ist sowohl für private Sammler als auch für Institutionen wie Museen, Galerien und Ausstellungsveranstalter relevant.

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Glossar (L)

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Lebenserwartung

Die Lebenserwartung ist ein statistisches Maß, das den Durchschnitt der verbleibenden Lebensjahre einer Person oder einer Gruppe von Personen zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens angibt, basierend auf der aktuellen Sterblichkeitsrate. Sie ist ein wichtiger Indikator für die allgemeine Gesundheit und Lebensqualität einer Bevölkerung und wird häufig verwendet, um den Entwicklungsstand und die sozioökonomischen Bedingungen verschiedener Länder oder Regionen zu vergleichen.

Leerstand

Bezieht sich auf eine Immobilie, die momentan nicht bewohnt oder genutzt wird. Leerstehende Immobilien können unter bestimmten Umständen ein höheres Risiko darstellen und bedürfen spezieller Versicherungsbedingungen.

Lohnsumme

In versicherungstechnischen Zusammenhängen oft als Grundlage zur Berechnung der Prämienhöhe bei bestimmten Versicherungsarten verwendet, wie beispielsweise bei der Betriebshaftpflichtversicherung, wo die Lohnsumme ein Indikator für das Betriebsrisiko sein kann.

Luftfahrtversicherung

Eine spezialisierte Versicherungsart, die Risiken abdeckt, die mit dem Betrieb und der Nutzung von Flugzeugen verbunden sind, einschließlich Haftpflicht- und Kaskoschäden sowie Personenschäden.

Laufzeit

Der Zeitraum, für den ein Vertrag oder eine Versicherungspolice gültig ist. Nach Ablauf der Laufzeit muss der Vertrag erneuert oder gekündigt werden.

Leasing-Erlass

Ein rechtlicher Begriff, der sich auf die Bedingungen und Regelungen bezieht, die bei Leasingverträgen Anwendung finden, insbesondere auf die Freistellung von der Haftung unter bestimmten Umständen.

Laufzeitnachlass

Ein Rabatt, der gewährt wird, wenn eine Versicherungspolice für einen längeren Zeitraum abgeschlossen wird. Dies soll Kunden anreizen, ihre Policen über längere Zeiträume zu erneuern, und bietet oft finanzielle Vorteile sowohl für den Versicherungsnehmer als auch für den Versicherer.

Landwirt

Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind und oft spezielle Regelungen in Bezug auf Sozialversicherung und Rentenversicherung haben. In Deutschland gibt es für sie eine eigene landwirtschaftliche Sozialversicherung.

Löschwasserschaden

Ein Schaden, der durch das Wasser entsteht, das zur Brandbekämpfung eingesetzt wird. Solche Schäden können in der Gebäude- oder Hausratversicherung abgedeckt sein.

Lebenserwartung

Ein statistischer Wert, der angibt, wie lange eine Person oder eine Bevölkerungsgruppe im Durchschnitt zu leben erwartet wird. Dieser Wert hat direkte Auswirkungen auf die Planung und Berechnung von Rentensystemen.

Landkaskoversicherung

Eine Kapitallebensversicherung ist eine Form der Lebensversicherung, die sowohl einen Todesfallschutz als auch einen Spar- bzw. Kapitalbildungsteil umfasst. Sie dient somit nicht nur der finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten, sondern ermöglicht auch die Bildung von Kapital für den Versicherungsnehmer selbst, sollte er den Vertragsablauf erleben. Die Kapitallebensversicherung ist somit eine Kombination aus Risikoschutz und Sparanlage.

Lohnabzugsverfahren

 Ein Verfahren, bei dem Beiträge zur Sozialversicherung direkt vom Arbeitslohn der Beschäftigten durch den Arbeitgeber abgeführt werden.

Leibrente

Eine Leibrente ist eine Form der Rente, bei der eine Person (der Rentennehmer) eine einmalige Summe Geldes an eine Versicherungsgesellschaft oder einen anderen Rentengeber zahlt und im Gegenzug dafür regelmäßige Zahlungen bis zum Ende ihres Lebens erhält. Die Höhe der Rentenzahlungen basiert in der Regel auf dem eingezahlten Kapitalbetrag, dem Alter und Geschlecht des Rentennehmers zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses sowie auf der erwarteten Lebensdauer. Leibrenten dienen als Mittel zur finanziellen Absicherung im Alter, indem sie eine garantierte Einkommensquelle bieten.

Leistungsfreiheit

Ein Zustand, in dem ein Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung befreit ist, typischerweise aufgrund von Vertragsverletzungen oder spezifischen Ausschlusskriterien in der Police.

Leitungswasserversicherung

Eine Versicherungsart, die Schäden durch aus Leitungen ausgetretenes Wasser abdeckt, was ein häufiges Risiko in Wohn- und Geschäftsgebäuden darstellt.

Luftfahrtversicherung

Die Luftfahrtversicherung ist eine spezialisierte Form der Versicherung, die spezifisch auf die Bedürfnisse und Risiken der Luftfahrtindustrie zugeschnitten ist. Sie bietet umfassenden Schutz für alle Aspekte des Luftverkehrs, einschließlich Flugzeugen, deren Besatzungen, Passagieren und der Fracht. Die Luftfahrtversicherung umfasst eine Vielzahl von Policen, die von der Haftpflichtversicherung für Flugzeugbetreiber bis hin zur Versicherung von Flughäfen, Wartungsoperationen und Luftfahrtherstellern reichen.

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Glossar (M)

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Mallorca-Police

Die Mallorca-Police ist eine Zusatzversicherung zur Kfz-Haftpflichtversicherung, die den Versicherungsschutz für Mietwagen im Ausland, insbesondere in europäischen Ländern, erweitert. Obwohl sie nach der spanischen Insel Mallorca benannt ist, wo viele Urlauber Autos mieten, gilt der Schutz in der Regel europaweit und teilweise sogar weltweit, abhängig vom Versicherungsanbieter. Die Mallorca-Police ist besonders für Reisende relevant, die im Ausland ein Fahrzeug mieten und sicherstellen möchten, dass ihr Versicherungsschutz dem Niveau ihrer heimischen Kfz-Haftpflichtversicherung entspricht.

Multi-Risk-Police

Eine Versicherungspolice, die mehrere Risiken oder Gefahren abdeckt, indem sie verschiedene Arten von Versicherungsschutz in einem einzigen Vertrag kombiniert. Dies bietet den Vorteil einer umfassenden Absicherung und vereinfachten Verwaltung für den Versicherungsnehmer.

Mietverlustversicherung

Eine Versicherungsart, die Eigentümern von vermieteten Immobilien Schutz bietet, wenn sie aufgrund von Schäden, die eine Nutzungsausfall der Immobilie zur Folge haben, Mieteinnahmen verlieren.

Mehrkosten durch Preissteigerung

Auch bekannt als Minijobs, sind dies Arbeitsverhältnisse mit einem geringen Einkommen, die bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Sie sind oft von der Sozialversicherungspflicht befreit, wobei bestimmte Regelungen gelten.

Mietkaution

Eine Sicherheitsleistung, die vom Mieter an den Vermieter gezahlt wird und als Absicherung für eventuelle Schäden oder ausstehende Zahlungen dient. Versicherungsprodukte können die Mietkaution abdecken, indem sie dem Vermieter Sicherheit bieten, falls der Mieter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Meldebogen Betriebshaftpflicht

Ein Formular, das Unternehmen ausfüllen müssen, um Schäden oder Vorfälle zu melden, die unter die Betriebshaftpflichtversicherung fallen könnten. Dies ist ein wichtiges Dokument im Schadensfall und für die Schadensregulierung.

Mindestbeitrag

Der geringste Beitrag, der in bestimmten Sozialversicherungssystemen, wie der gesetzlichen Rentenversicherung, gezahlt werden muss, um Versicherungsschutz oder Ansprüche zu erwerben.

Maschinenversicherung

Eine Art von Versicherung, die Schäden oder Verluste an Maschinen und technischen Anlagen abdeckt. Sie ist wichtig für Unternehmen, die auf teure und spezialisierte Ausrüstung angewiesen sind, und kann Schäden durch Unfälle, technische Defekte oder Betriebsstörungen umfassen.

Mehrkosten durch Technologiefortschritt

Kosten, die durch die Notwendigkeit entstehen, veraltete Technik durch moderne und oft teurere Technologien zu ersetzen. In der Versicherung kann dies relevant sein, wenn nach einem Schadensfall eine Wiederbeschaffung mit aktuellerer Technologie erforderlich wird.

Medienverlust

Der Verlust von Daten oder Informationen, die auf digitalen oder physischen Medien gespeichert sind, z.B. durch Beschädigung, Diebstahl oder technisches Versagen. Versicherungen können speziellen Schutz für Medienverluste bieten, insbesondere im Bereich der IT und Cybersicherheit.

Massenunfall

Ein Massenunfall bezeichnet ein Ereignis, bei dem es zu einer großen Anzahl von Verkehrsunfällen kommt, die innerhalb eines kurzen Zeitraums und in einem begrenzten geografischen Bereich stattfinden. Typischerweise sind bei einem Massenunfall viele Fahrzeuge beteiligt, und es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen sowie oft auch zu zahlreichen Verletzten oder sogar Todesfällen.

Minijob

Eine Form der geringfügigen Beschäftigung in Deutschland, bei der das Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet. Minijobs sind in der Regel sozialversicherungsfrei, wobei der Arbeitgeber pauschale Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung zahlt.

Mediation

Ein Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung, bei dem ein neutraler Dritter (der Mediator) den Parteien hilft, eine einvernehmliche Lösung zu finden. In Versicherungsfällen kann Mediation als Teil des Rechtsschutzes angeboten werden, um Streitigkeiten zu lösen.

Mehrfachversicherung

Eine Mehrfachversicherung liegt vor, wenn für dasselbe Risiko bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften mehrere Versicherungsverträge abgeschlossen werden und die Summe der Versicherungsleistungen den tatsächlichen Schaden übersteigen würde. Dies kann sowohl absichtlich als auch unabsichtlich geschehen, etwa wenn eine Person oder ein Unternehmen vergisst, dass bereits eine Versicherung für ein bestimmtes Risiko besteht, oder wenn sich die Deckungsbereiche verschiedener Policen überschneiden.

Mindestdeckungssumme

Die Mindestdeckungssumme bezeichnet den gesetzlich oder vertraglich festgelegten minimalen Betrag, den eine Versicherungspolice im Schadensfall als Entschädigung leisten muss. Diese Vorgabe ist besonders relevant in der Haftpflichtversicherung, wo sie dazu dient, sicherzustellen, dass ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um Schäden zu decken, die einer dritten Partei zugefügt wurden. Die Mindestdeckungssumme variiert je nach Versicherungsart und -land und ist oft gesetzlich festgelegt, um einen Grundschutz im Schadensfall zu garantieren.

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Glossar (N)

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Nachgelagerte Besteuerung

Die nachgelagerte Besteuerung ist ein steuerliches Prinzip, das vor allem in der Altersvorsorge zur Anwendung kommt. Dabei werden Einzahlungen in bestimmte Altersvorsorgeprodukte während der Erwerbsphase des Sparers steuerlich nicht oder nur teilweise belastet. Die Besteuerung erfolgt stattdessen nachgelagert, das heißt, erst im Zeitpunkt der Auszahlung der Rentenleistungen im Alter. Dieses Prinzip steht im Gegensatz zur vorgelagerten Besteuerung, bei der das Einkommen vor der Anlage besteuert wird und die Auszahlungen im Alter steuerfrei sind.

Nachtzeitklausel

Die Nachtzeitklausel ist eine Bestimmung in der Kfz-Versicherung, die besagt, dass für Schäden, die entstehen, während ein Fahrzeug in der Nacht (meistens zwischen 22:00 oder 23:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens) abgestellt ist, ein höherer Selbstbehalt gilt oder in manchen Fällen der Versicherungsschutz eingeschränkt sein kann. Diese Klausel wird oft in Teilkasko- oder Vollkaskoversicherungen eingesetzt und soll das Risiko von Diebstahl oder Vandalismus während der Nachtstunden reflektieren, in denen solche Vorfälle statistisch häufiger vorkommen.

Naturgefahren-Check

Ein Naturgefahren-Check ist ein Verfahren oder eine Dienstleistung, die darauf abzielt, das Risiko von Naturgefahren für ein bestimmtes Grundstück oder eine Immobilie zu bewerten. Dazu gehören potenzielle Risiken durch Hochwasser, Erdbeben, Stürme, Lawinen, Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und andere naturbedingte Ereignisse, die Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und Land verursachen können. Ziel eines Naturgefahren-Checks ist es, Eigentümern, Käufern oder Bauherren wichtige Informationen über die Gefährdung durch Naturereignisse an einem bestimmten Standort zu liefern, um angemessene Vorsorgemaßnahmen treffen zu können oder die Entscheidungsfindung bei Immobilientransaktionen zu unterstützen.

Neuwert

Der Neuwert bezeichnet den Betrag, der erforderlich ist, um ein Gut oder eine Sache zum aktuellen Zeitpunkt neu zu beschaffen oder wiederherzustellen, ohne Abzug von Abschreibungen für Alter oder Gebrauch. In der Versicherungsbranche wird dieser Begriff häufig verwendet, um den Wiederbeschaffungswert eines versicherten Objekts im Schadensfall zu bestimmen, beispielsweise bei Gebäuden, Fahrzeugen, Hausrat oder anderen Wertgegenständen.

Nettoprämie

Die Nettoprämie ist ein Begriff aus der Versicherungswirtschaft und bezeichnet den Teil der Versicherungsprämie, der ausschließlich zur Deckung der reinen Risikokosten verwendet wird. Sie umfasst nicht die zusätzlichen Kosten für Verwaltung, Abschlussprovisionen, Gewinnzuschläge oder sonstige Aufschläge, die in der Bruttoversicherungsprämie enthalten sind. Die Nettoprämie spiegelt somit den tatsächlichen Preis für das übernommene Risiko durch den Versicherer wider.

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Glossar (P)

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Pensionsfonds

Ein Pensionsfonds ist eine Form der betrieblichen Altersversorgung, die darauf abzielt, Arbeitnehmern nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben eine Rente oder Kapitalleistung zu gewähren. Er wird mit Beiträgen des Arbeitgebers, in manchen Fällen auch des Arbeitnehmers, finanziert und investiert diese Gelder am Kapitalmarkt, um Erträge zu erzielen. Die aus dem Fonds ausgezahlten Leistungen hängen von den eingezahlten Beiträgen sowie von der Performance der Kapitalanlagen ab.

Pauschale Anrechnungszeit

In der Rentenversicherung eine Zeit, für die ohne direkte Beitragszahlung Rentenansprüche gewährt werden, z.B. Schul- oder Hochschulzeiten.

Pauschaldeklaration

Ein Versicherungsprinzip, bei dem für verschiedene Risiken oder Versicherungsobjekte eine einheitliche Deckungssumme vereinbart wird, ohne diese im Einzelnen zu spezifizieren. Dies vereinfacht den Versicherungsprozess, insbesondere bei Firmenversicherungen.

Personenschaden

Schäden, die Personen betreffen, wie körperliche Verletzungen, Gesundheitsschäden oder Todesfälle. Personenschäden sind ein zentrales Element der Haftpflichtversicherung, um die finanziellen Folgen von Schadensersatzansprüchen abzudecken.

Pro rata temporis

Ein Prinzip in der Versicherungswirtschaft, das die anteilige Berechnung von Versicherungsprämien für einen Zeitraum beschreibt, der kürzer ist als die volle Versicherungsdauer, typischerweise bei vorzeitiger Kündigung einer Police.

Produktfehler

Mängel an einem Produkt, die Sicherheitsrisiken darstellen oder die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Produktfehlerversicherungen schützen Hersteller und Händler vor Haftungsansprüchen aufgrund solcher Mängel.

Produktdifferenzdeckung

Eine Versicherung, die die Kosten für die Differenz zwischen dem beschädigten oder zerstörten Produkt und dem Ersatzprodukt abdeckt, wenn das Originalprodukt nicht mehr verfügbar oder dessen Herstellung eingestellt wurde.

Produktionsausfall

Ein Zustand, in dem die Produktion in einem Unternehmen aufgrund eines Schadensereignisses, wie Maschinenausfall oder Rohstoffmangel, vorübergehend unterbrochen wird. Versicherungen gegen Produktionsausfall bieten Schutz vor den finanziellen Verlusten, die durch solche Ausfälle entstehen.

Pensionskasse

Eine Pensionskasse ist eine Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung, die darauf abzielt, Arbeitnehmern und oft auch ihren Hinterbliebenen eine Zusatzrente zum gesetzlichen Rentenanspruch zu bieten. Pensionskassen sammeln Beiträge von Arbeitgebern, und in manchen Fällen auch von Arbeitnehmern, um diese Kapitalien anzulegen und daraus Rentenleistungen zu finanzieren. Sie sind eine der Säulen der Alterssicherung und dienen dazu, den Lebensstandard im Alter zu sichern oder zu verbessern.

Pfändung von Renten

Die Beschlagnahmung eines Teils der Rente zur Begleichung von Schulden, wobei bestimmte Freibeträge unpfändbar sind.

Pensionssicherungsverein (PSVaG)

Der Pensionssicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) ist eine Einrichtung in Deutschland, die die betriebliche Altersversorgung im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers absichert. Der PSVaG wurde 1974 als Reaktion auf das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) gegründet und schützt die Ansprüche von Arbeitnehmern aus Direktzusagen und Unterstützungskassen, die eine betriebliche Altersvorsorge erhalten. Er stellt sicher, dass die betrieblichen Rentenansprüche und -anwartschaften auch dann erfüllt werden können, wenn das Unternehmen, das diese Leistungen zugesagt hat, zahlungsunfähig wird.

Pflichtbeitragszeiten für eine Berufsausbildung

Dies sind Zeiten, in denen Beiträge zur Rentenversicherung während einer beruflichen Ausbildung entrichtet werden. Sie sind wichtig für den Erwerb von Rentenansprüchen.

Pflegepflichtversicherung

Ein Zweig der Sozialversicherung in Deutschland, der die Risiken der Pflegebedürftigkeit abdeckt. Jeder Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung ist automatisch auch in der Pflegepflichtversicherung versichert.

Pflichtversicherung

Eine Versicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist, um bestimmte Risiken abzudecken. Beispiele hierfür sind die Kfz-Haftpflichtversicherung für Fahrzeugbesitzer oder die Berufshaftpflichtversicherung für bestimmte Berufsgruppen.

Pensionszusage

Eine Pensionszusage, auch als betriebliche Altersversorgung (bAV) durch Direktzusage bekannt, ist ein Versprechen eines Arbeitgebers an einen Arbeitnehmer, diesem ab einem bestimmten Zeitpunkt (meistens bei Erreichen des Rentenalters) oder unter bestimmten Bedingungen (wie bei Invalidität) eine Rente oder einmalige Kapitalleistung aus Unternehmensmitteln zu gewähren. Dieses Versprechen stellt eine Form der Zusatzversorgung zum gesetzlichen Rentensystem dar und dient der finanziellen Absicherung im Alter, bei Berufsunfähigkeit oder im Todesfall für Hinterbliebene.

Photovoltaikversicherung

Eine Photovoltaikversicherung ist eine spezielle Form der Versicherung, die darauf ausgelegt ist, Photovoltaikanlagen und die damit verbundenen Risiken abzusichern. Diese Versicherung bietet umfassenden Schutz für die Eigentümer von Solaranlagen gegen eine Vielzahl von Schadensfällen, die die Funktionsfähigkeit und Effizienz der Anlage beeinträchtigen könnten. Die Versicherung deckt typischerweise Schäden durch Unwetter, Feuer, Diebstahl, Vandalismus und technische Defekte ab.

Prämienregulierung

Ein Prozess, bei dem die Versicherungsprämien basierend auf der Schadenshistorie, dem Risikoprofil oder anderen Faktoren angepasst werden. Dies dient dazu, die Prämien fair und angemessen zu gestalten.

Private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung ist eine Form der Altersvorsorge, bei der eine Person durch regelmäßige Beitragszahlungen oder die Einzahlung eines Einmalbetrags eine finanzielle Absicherung für das Alter aufbaut. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung, die auf dem Umlageverfahren basiert und bei der die eingezahlten Beiträge sofort an die derzeitigen Rentner ausgezahlt werden, funktioniert die private Rentenversicherung nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Das bedeutet, die Beiträge werden angelegt und verzinst, um dem Versicherten im Alter eine Rente auszuzahlen.

Private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung ist eine Form der Personenversicherung, die finanziellen Schutz bei Unfällen bietet, die zu körperlichen Verletzungen oder zum Tod führen. Sie ergänzt die gesetzliche Unfallversicherung, indem sie auch außerhalb der Arbeitszeit und weltweit Schutz bietet, einschließlich Freizeit, Sport und Urlaub. Die Versicherung zielt darauf ab, die finanziellen Folgen von Unfällen für die versicherte Person und ihre Familie zu mindern.

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Glossar (R)

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Rechnungsgrundlagen

Rechnungsgrundlagen sind die Basisannahmen und Parameter, die von Versicherungsgesellschaften verwendet werden, um Prämien zu kalkulieren, Rückstellungen zu bilden und die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten. Sie sind fundamental für die Versicherungsmathematik und das Risikomanagement und umfassen in der Regel die Bereiche Sterblichkeit, Zinsen und Kosten. Die sorgfältige Auswahl und Anwendung der Rechnungsgrundlagen ist entscheidend, um das langfristige Gleichgewicht zwischen den eingenommenen Prämien und den zu leistenden Auszahlungen sicherzustellen.

Regelaltersrente

Die Standardrente, die Personen im gesetzlich festgelegten Rentenalter erhalten, basierend auf ihren während des Arbeitslebens entrichteten Beiträgen.

Rentenartfaktor

Eine Zahl im Rentenberechnungsverfahren, die den Typ der Rente widerspiegelt und bei der Berechnung der Rentenhöhe verwendet wird.

Rentenformel

Eine mathematische Formel zur Berechnung der Höhe der Rente, die Faktoren wie Beitragszeiten, Entgeltpunkte und Zugangsfaktor berücksichtigt.

Rückrufkosten

Kosten, die einem Unternehmen entstehen, wenn es aufgrund von Sicherheitsbedenken oder Qualitätsmängeln Produkte zurückrufen muss. Rückrufkostenversicherungen decken diese finanziellen Belastungen ab und können auch die Kosten für die Kommunikation des Rückrufs und die Wiederherstellung des Images umfassen.

Regulierungsbogen

Ein Dokument, das im Versicherungsfall verwendet wird, um die Details des Schadens und die Umstände der Schadensregulierung festzuhalten. Es dient als Grundlage für die Bewertung des Schadens und die Festlegung der Entschädigungssumme.

Rechtsschutz für Selbstständige

Ein spezieller Rechtsschutz, der auf die beruflichen und unternehmerischen Risiken von Selbstständigen und Freiberuflern zugeschnitten ist, um diese bei rechtlichen Auseinandersetzungen zu unterstützen.

Risikofortfall

Die Situation, in der ein zuvor bestehendes Risiko nicht mehr existiert, was zu einer Anpassung oder Beendigung der Versicherungspolice führen kann. Dies kann durch veränderte Umstände, wie den Verkauf eines versicherten Objekts oder die Einstellung einer Tätigkeit, eintreten.

Rating

Eine Bewertung oder Einstufung, die die Kreditwürdigkeit, Finanzstabilität oder Risikostufe einer Organisation, eines Unternehmens oder eines Finanzinstruments anzeigt. Im Versicherungswesen beeinflusst das Rating eines Unternehmens oft die Prämienhöhe und die Bedingungen, zu denen es Versicherungsschutz erhalten kann.

Risikoanalyse

Ein Prozess, bei dem die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß potenzieller Schäden oder Verluste bewertet werden. Die Risikoanalyse ist fundamental in der Versicherungsbranche, um Prämien zu kalkulieren und Deckungen zu gestalten.

Rettungskosten

Kosten, die entstehen, um einen Schaden zu verhindern oder zu mindern, etwa durch Lösch- oder Bergungsmaßnahmen. In der Versicherungswelt werden Rettungskosten oft als Teil der Schadensregulierung übernommen.

Rauch

Ein Aerosol aus festen und flüssigen Partikeln in Gas, das oft als Resultat von Verbrennung entsteht. Rauchschäden, die durch Brände, industrielle Prozesse oder ähnliche Ereignisse verursacht werden, können unter bestimmte Versicherungspolicen fallen.

Rechtsanwaltswechsel

Der Wechsel des beauftragten Anwalts während eines laufenden Rechtsverfahrens. In der Rechtsschutzversicherung können Regelungen für einen solchen Wechsel bestehen, um den Versicherungsnehmern eine angemessene Vertretung zu gewährleisten.

Rechnungszins

Der Rechnungszins, auch Garantiezins genannt, ist ein wichtiger Begriff in der Versicherungsmathematik und spielt insbesondere in der Lebensversicherung eine zentrale Rolle. Er bezeichnet den Zinssatz, den eine Versicherungsgesellschaft bei der Kalkulation ihrer Tarife und der Bildung von Rückstellungen für die Kapitalanlagen zugrunde legt. Der Rechnungszins dient dazu, die zukünftigen Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen konservativ zu bewerten und sicherzustellen, dass die Versicherungsgesellschaft in der Lage ist, ihre Leistungsversprechen zu erfüllen.

Rechtsgutverletzung

Ein Übergriff oder eine Beeinträchtigung von anerkannten Rechtsgütern wie Leben, Gesundheit, Freiheit, Eigentum oder Persönlichkeitsrechte. Rechtsschutzversicherungen decken oft die Kosten für die Verteidigung gegen Ansprüche, die aus solchen Verletzungen resultieren.

Regelbeitrag

Ein festgelegter Betrag, den Selbstständige und freiwillig Versicherte in die Rentenversicherung einzahlen können, um Rentenansprüche zu erwerben oder zu erhalten.

rentenrechtliche Zeiten

 Zeiten, die für den Rentenanspruch relevant sind, einschließlich der Beitragszeiten, beitragsfreien Zeiten und berücksichtigungsfähigen Zeiten wie Kindererziehungs- oder Pflegezeiten.

Rechtsmittel

Juristische Instrumente, die verwendet werden, um gegen Gerichtsentscheidungen Berufung einzulegen oder diese anzufechten, wie Berufung, Revision oder Beschwerde. Rechtsschutzversicherungen können die Kosten für die Einlegung von Rechtsmitteln in rechtlichen Auseinandersetzungen abdecken.

Radiusklausel

Eine Bestimmung in Versicherungspolicen, die die Deckung auf Schäden oder Ereignisse beschränkt, die innerhalb eines bestimmten geografischen Radius vom angegebenen Standort eintreten. Diese Klausel wird oft in Geschäfts- oder Immobilienversicherungen verwendet.

Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht

Ein Teilbereich der Rechtsschutzversicherung, der speziell rechtliche Auseinandersetzungen und Streitigkeiten abdeckt, die sich aus Vertragsbeziehungen und Eigentumsfragen ergeben, wie Kaufverträge, Mietverhältnisse oder Werkverträge.

Rückwirkungsschaden

Ein Schaden, der sich aus Handlungen oder Ereignissen ergibt, die in der Vergangenheit liegen, aber erst später entdeckt werden. In einigen Versicherungsverträgen können solche Schäden unter bestimmten Bedingungen abgedeckt sein.

Rentenzahlungen

Die Auszahlungen von Rentenleistungen an berechtigte Personen, basierend auf deren Rentenansprüchen, die nach Eintritt in das Rentenalter oder bei Erwerbsminderung erfolgen.

Rückreisekosten

Kosten, die im Falle einer vorzeitigen Rückreise aufgrund eines Notfalls oder unvorhergesehener Ereignisse entstehen, wie bei Krankheit oder Tod eines Angehörigen. Reiseversicherungen bieten oft Deckung für solche unerwarteten Rückreisekosten.

Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung ist eine Versicherungsart, die Versicherungsnehmern finanzielle Unterstützung bietet, falls sie in rechtliche Streitigkeiten verwickelt werden. Sie übernimmt typischerweise Kosten für Anwälte, Gerichtsverfahren, Gutachten und Zeugengelder bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme. Die Rechtsschutzversicherung dient dazu, das Risiko hoher Kosten, die durch rechtliche Auseinandersetzungen entstehen können, abzufedern und den Versicherten einen Zugang zum Rechtssystem zu ermöglichen, ohne dass die finanzielle Belastung ein Hindernis darstellt.

Rente nach Mindesteinkommen

 Eine Form der Rentenberechnung, die sicherstellt, dass langjährig Versicherte, die nur geringe Beiträge geleistet haben, eine Mindestrente erhalten.

Regionalklasse

Die Regionalklasse ist ein Begriff aus dem Bereich der Kfz-Versicherung, der die regionale Einstufung eines Zulassungsbezirks nach dem Risiko von Schadensfällen bezeichnet. Versicherungsunternehmen nutzen Regionalklassen, um die Höhe der Versicherungsprämien für Haftpflicht- und Kaskoversicherungen teilweise zu bestimmen. Die Einteilung basiert auf der Schadensbilanz und der Unfallhäufigkeit in den jeweiligen Regionen.

Rentenversicherungsträger

Institutionen, die für die Verwaltung der Rentenversicherung zuständig sind, darunter die Deutsche Rentenversicherung und regionale Rentenversicherungsanstalten.

Regress

Regress bezeichnet im rechtlichen Kontext das Vorgehen einer Partei (in der Regel eines Versicherers oder eines Unternehmens), sich für geleistete Zahlungen oder erlittene Verluste bei einem Dritten schadlos zu halten, der für den entstandenen Schaden verantwortlich ist. Der Begriff wird häufig im Versicherungswesen verwendet, kann aber auch in anderen rechtlichen Zusammenhängen auftreten.

Reiseversicherungen

Reiseversicherungen bieten Schutz vor finanziellen Risiken und Verlusten, die während der Planung oder während einer Reise auftreten können. Sie umfassen eine breite Palette von Produkten, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Risiken von Reisenden zugeschnitten sind.

Reha-Maßnahmen

Rehabilitative Dienste und Behandlungen zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, Gesundheit oder zur Integration in das Arbeitsleben, oft finanziert durch die Rentenversicherung.

Rentenfaktor

Der Rentenfaktor ist eine Schlüsselgröße in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge, insbesondere bei Rentenversicherungen und fondsgebundenen Lebensversicherungen. Er gibt an, wie hoch die monatliche oder jährliche Rente pro angespartem Kapital (oft angegeben pro 10.000 Euro oder 100 Euro Kapital) sein wird, die der Versicherungsnehmer bei Eintritt in den Ruhestand erhält. Der Rentenfaktor wird in den Versicherungsbedingungen festgelegt und dient dazu, die Höhe der späteren Rentenzahlungen zu berechnen.

Rentenabschlag

Bezeichnet die Minderung der Rentenhöhe, wenn eine Person vor dem regulären Rentenalter in Rente geht. Die Abschläge sollen den längeren Rentenbezugszeitraum ausgleichen.

Rentengarantiezeit

Die Rentengarantiezeit ist eine Option in der privaten Renten- oder Lebensversicherung, die sicherstellt, dass die Rente für einen festgelegten Zeitraum ausgezahlt wird, selbst wenn der Versicherte während dieser Zeit verstirbt. Dies bedeutet, dass im Todesfall des Rentenempfängers die Rente für den Rest der Garantiezeit an die Hinterbliebenen oder einen benannten Begünstigten weitergezahlt wird.

Rentenantrag

Ein Vorgang, bei dem eine Person formal die Auszahlung ihrer Rente beantragt, was die Überprüfung der Versicherungszeiten und die Berechnung der Rentenhöhe einschließt.

Renteninformation

Eine von der Rentenversicherung bereitgestellte Übersicht über den bisherigen Versicherungsverlauf und eine Schätzung der zukünftigen Rentenansprüche.

Rentensplitting unter Ehegatten

Ein Verfahren, bei dem die während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche zwischen den Ehepartnern aufgeteilt werden können, um Gerechtigkeit in der Rentenverteilung zu gewährleisten.

Rentenversicherung, private

Die private Rentenversicherung ist eine Form der Altersvorsorge, bei der eine Person durch regelmäßige Beitragszahlungen oder die Einzahlung eines Einmalbetrags eine finanzielle Absicherung für das Alter aufbaut. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung, die auf dem Umlageverfahren basiert und bei der die eingezahlten Beiträge sofort an die derzeitigen Rentner ausgezahlt werden, funktioniert die private Rentenversicherung nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Das bedeutet, die Beiträge werden angelegt und verzinst, um dem Versicherten im Alter eine Rente auszuzahlen.

Rentenarten

Verschiedene Typen von Renten, die je nach Lebenssituation und Versicherungsverlauf beansprucht werden können, wie Altersrente, Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente.

Restschuldversicherung

Die Restschuldversicherung, auch bekannt als Kreditversicherung oder Kredit-Lebensversicherung, ist eine Form der Absicherung, die in Verbindung mit Krediten oder Darlehen angeboten wird. Sie dient dazu, die Rückzahlung des Kredits im Falle bestimmter unvorhergesehener Ereignisse zu gewährleisten, die es dem Kreditnehmer erschweren oder unmöglich machen, die vereinbarten Ratenzahlungen zu leisten. Zu diesen Ereignissen gehören in der Regel Tod, Arbeitsunfähigkeit, Krankheit oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers.

Rentenauskunft

Ein Dokument oder eine elektronische Mitteilung, die Informationen über die bisher erworbenen Rentenansprüche und die voraussichtliche Rentenhöhe enthält.

Rentenbeginn

Der Zeitpunkt, zu dem eine Person beginnt, Rentenleistungen zu erhalten, basierend auf Alter, Versicherungszeit und anderen Bedingungen.

Rentenbeginnrechner

Ein Online-Tool, das hilft, das frühestmögliche Rentenalter und den Rentenbeginn anhand individueller Daten und gesetzlicher Regelungen zu berechnen

Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge in Deutschland, benannt nach dem ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester. Eingeführt wurde sie im Jahr 2002 als Reaktion auf die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung, um die durch Kürzungen entstehende Rentenlücke teilweise zu kompensieren. Die Riester-Rente soll Bürgerinnen und Bürgern einen Anreiz bieten, privat für das Alter vorzusorgen, indem sie von staatlichen Zulagen und steuerlichen Vorteilen profitieren können.

Rückwärtsversicherung

Eine Versicherung, die für einen Zeitraum vor dem Abschluss der Police abgeschlossen wird. Dies kann relevant sein, wenn ein ungedecktes Risiko rückwirkend versichert werden soll und deckt Ereignisse ab, die vor dem offiziellen Start der Versicherungspolice eingetreten sind.

Rückvergütungsvereinbarung

Eine Vereinbarung zwischen einem Versicherungsnehmer und einem Versicherer, bei der ein Teil der gezahlten Prämien unter bestimmten Bedingungen zurückerstattet wird, oft in Abhängigkeit von der Schadensquote oder der Einhaltung spezifischer Risikomanagement-Maßnahmen.

Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist eine Form der Lebensversicherung, die darauf ausgelegt ist, im Todesfall des Versicherten eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen oder einen benannten Begünstigten auszuzahlen. Sie dient primär dem finanziellen Schutz der Familie oder anderer abhängiger Personen, sollte der Hauptverdiener oder eine wichtige finanziell unterstützende Person unerwartet versterben. Im Gegensatz zu kapitalbildenden Lebensversicherungen, wie etwa der Kapitallebensversicherung, erwirtschaftet die Risikolebensversicherung keinen Sparanteil oder Ertrag während der Vertragslaufzeit. Ihr einziger Zweck ist die Absicherung des Risikos des Todesfalls.

Risikozuschlag

Ein Risikozuschlag ist eine zusätzliche Prämie, die von Versicherungsgesellschaften erhoben wird, wenn sie bei der Bewertung eines Versicherungsantrags ein erhöhtes Risiko feststellen. Dies kann in verschiedenen Arten von Versicherungen vorkommen, wie Lebensversicherung, Krankenversicherung, Kfz-Versicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Zuschlag wird auf die reguläre Prämie aufgeschlagen, um das höhere Risiko abzudecken, das der Versicherer durch die Versicherung einer bestimmten Person, eines Objekts oder einer Aktivität eingeht.

Rückkaufswert

Der Rückkaufswert ist der Betrag, den eine Versicherungsgesellschaft einem Versicherungsnehmer auszahlt, wenn dieser seine Lebensversicherung oder Rentenversicherung vorzeitig kündigt, also bevor der Vertrag durch Erreichen des vereinbarten Enddatums oder durch Eintritt des Versicherungsfalls (z.B. Tod) zur Auszahlung kommt. Der Rückkaufswert wird in den Bedingungen des Versicherungsvertrags definiert und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Art der Versicherung, der Dauer der bisherigen Beitragszahlung, der Höhe der eingezahlten Prämien sowie der angesammelten Überschüsse und der Kostenstruktur des Vertrags.

Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB)

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) ist ein Begriff aus dem Versicherungswesen, insbesondere in der Lebens- und Krankenversicherung. Sie bezeichnet die finanziellen Mittel, die von Versicherungsunternehmen zurückgelegt werden, um zukünftige Überschüsse an die Versicherungsnehmer auszuschütten oder zur Senkung zukünftiger Beiträge zu verwenden. Diese Rückstellungen dienen dazu, die Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Gewinnen des Unternehmens zu beteiligen und somit einen Anreiz für eine langfristige Vertragsbeziehung zu schaffen.

Rückversicherung

Rückversicherung ist ein Mechanismus, mit dem sich Versicherungsgesellschaften (Erstversicherer) gegenüber großen Verlusten absichern, indem sie einen Teil der Risiken, die sie übernommen haben, an andere Versicherungsgesellschaften (Rückversicherer) weitergeben. Das Prinzip der Rückversicherung ermöglicht es den Erstversicherern, ihre Risikoexposition zu reduzieren, die Kapitalanforderungen zu optimieren und größere oder zusätzliche Risiken zu übernehmen, als es ohne Rückversicherung möglich wäre. Rückversicherung spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität und das Risikomanagement innerhalb der Versicherungsbranche.

Run-off

„Run-off“ bezieht sich in der Versicherungsbranche auf den Prozess, bei dem ein Versicherungsunternehmen beschließt, keine neuen Policen mehr zu verkaufen oder bestehende Verträge nicht zu verlängern, aber seine bestehenden Verpflichtungen aus bereits verkauften Policen weiterhin erfüllt. Dies kann geschehen, wenn ein Unternehmen beschließt, sich aus einem bestimmten Markt oder Geschäftsbereich zurückzuziehen, sei es aufgrund von strategischen Entscheidungen, regulatorischen Veränderungen, finanziellen Schwierigkeiten oder dem Wunsch nach Umstrukturierung des Portfolios.

Rürup-Rente

Die Rürup-Rente, auch bekannt als Basisrente, ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge in Deutschland. Sie wurde benannt nach dem Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup und im Jahr 2005 eingeführt. Die Rürup-Rente richtet sich insbesondere an Selbstständige und Freiberufler, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, steht aber auch Angestellten zur Verfügung. Sie ist besonders für Personen geeignet, die eine hohe steuerliche Absetzbarkeit ihrer Beiträge zur Altersvorsorge suchen.

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Glossar (T)

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Transportgefahren

Risiken, die während des Transports von Waren und Produkten auftreten, wie Unfälle, Diebstahl oder Beschädigungen. Transportversicherungen decken diese Risiken ab und bieten Schutz für Güter auf dem Weg zwischen verschiedenen Standorten.

Telematik-Tarif

Eine Versicherungsprämie, die auf der Nutzung von Telematik-Daten basiert, um Fahrverhalten und -muster zu überwachen. In der Kfz-Versicherung können Telematik-Tarife dazu beitragen, individuell angepasste Prämien zu berechnen, die das persönliche Risiko des Fahrers widerspiegeln.

Technische Betriebseinrichtung

Ausrüstungen und Systeme, die für den Betrieb eines Unternehmens oder einer Produktionsstätte notwendig sind. In der Versicherung umfasst die Deckung technischer Betriebseinrichtungen oft Maschinenversicherung, Elektronikversicherung und andere spezielle Policen.

Tarifzone

Ein geografisch definierter Bereich, der für die Berechnung von Versicherungsprämien verwendet wird. Versicherer teilen Regionen in Tarifzonen ein, um Risikofaktoren wie Diebstahlhäufigkeit, Unfallraten oder Umwelteinflüsse zu berücksichtigen.

Tätigkeitsschaden

Ein Schaden, der durch berufliche oder geschäftliche Aktivitäten verursacht wird. In der Betriebshaftpflichtversicherung werden Tätigkeitsschäden abgedeckt, um Unternehmen vor finanziellen Verlusten zu schützen, die durch ihre Geschäftstätigkeit entstehen.

Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung ist eine Form der Fahrzeugversicherung, die Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt, die durch bestimmte Ereignisse verursacht werden. Sie bietet einen erweiterten Schutzumfang gegenüber der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung, die lediglich Schäden abdeckt, die man anderen zufügt. Die Teilkasko schützt also vor finanziellen Verlusten durch Schäden am eigenen Auto, die nicht durch einen Unfall verursacht wurden. Sie ist optional, wird aber häufig als sinnvolle Ergänzung zur Haftpflichtversicherung angesehen.

Teilrente

Eine Rente, die es ermöglicht, neben dem Bezug von Rentenleistungen weiterhin teilweise zu arbeiten und Einkommen zu erzielen, wobei die Rente entsprechend angepasst wird.

Telematik

Telematik ist ein interdisziplinäres Feld, das die Technologien der Telekommunikation und der Informatik miteinander verbindet, um Daten über räumliche Distanzen hinweg zu erfassen, zu übertragen und auszuwerten. Der Begriff setzt sich aus den Worten „Telekommunikation“ und „Informatik“ zusammen. Telematiksysteme finden in verschiedenen Bereichen Anwendung, wie Verkehr und Mobilität, Logistik, Gesundheitswesen und Versicherungswesen.

Terrorversicherung

Die Terrorversicherung ist eine spezielle Versicherungsform, die darauf abzielt, Unternehmen, Organisationen und teilweise auch Privatpersonen vor den finanziellen Folgen von Terroranschlägen zu schützen. Aufgrund der zunehmenden Bedrohung durch terroristische Aktivitäten in vielen Teilen der Welt haben Versicherungsunternehmen spezielle Policen entwickelt, um die Risiken, die durch Terrorismus entstehen können, abzudecken. Diese Versicherungsprodukte sind oft als Ergänzung zu traditionellen Versicherungspolicen erhältlich, da Standardverträge in der Regel Schäden durch Terrorismus ausschließen

Typklasse

Die Typklasse ist ein Begriff aus der Kfz-Versicherung, der angibt, in welche Risikogruppe ein bestimmtes Fahrzeugmodell eingestuft wird. Versicherungsunternehmen in Deutschland verwenden Typklassen, um das Risiko und damit die Höhe der Versicherungsprämien für Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherungen zu bestimmen. Jedes Fahrzeugmodell wird auf Basis der Schadens- und Unfallstatistiken einer spezifischen Typklasse zugeordnet. Diese Einstufung spiegelt die Erfahrungswerte bezüglich Schadenshäufigkeit, Reparaturkosten und Diebstahlrisiko des jeweiligen Modells wider.

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Glossar (W)

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Widerrufsrecht (bei Versicherungen)

Das Widerrufsrecht bei Versicherungen ermöglicht es dem Versicherungsnehmer, einen abgeschlossenen Versicherungsvertrag innerhalb einer gesetzlich festgelegten Frist, in der Regel 14 oder 30 Tage nach Vertragsabschluss, ohne Angabe von Gründen zu widerrufen und somit von dem Vertrag zurückzutreten.

Wasserlöschanlage

Ein Sicherheitssystem, das zur Bekämpfung von Bränden in Gebäuden oder Anlagen durch die Freisetzung von Wasser konzipiert ist. Schäden, die durch die Aktivierung von Wasserlöschanlagen entstehen, können in der Sachversicherung abgedeckt sein.

Wettbewerbsrecht

Rechtsvorschriften, die fairen Wettbewerb sichern sollen, indem sie Praktiken wie Kartellbildung, unlauteren Wettbewerb oder Monopolbildung verhindern. Im Versicherungskontext können Wettbewerbsrechtsverstöße zu Regressansprüchen und Schadenersatzforderungen führen.

Wildschaden

Schäden, die durch Wildtiere, wie Hirsche, Wildschweine oder Vögel, an Fahrzeugen, Landwirtschaftsflächen oder anderen Eigentumswerten verursacht werden. Versicherungen gegen Wildschäden sind besonders in ländlichen Gebieten relevant, um vor den finanziellen Folgen solcher Ereignisse zu schützen.

Wertzuschlagsklausel

Eine Versicherungsklausel, die eine automatische Erhöhung der Versicherungssumme in der Police vorsieht, um mit der Wertsteigerung von versicherten Objekten Schritt zu halten und Unterversicherung zu vermeiden.

Wertschutzschrank

Ein hochsicherer Safe, der dazu dient, wertvolle Gegenstände wie Bargeld, Dokumente, Schmuck oder Kunstwerke zu schützen. In Versicherungspolicen können besondere Bedingungen oder Tarife für die Lagerung von Werten in Wertschutzschränken gelten.

Wertermittlung Gebäudeversicherung

Ein Verfahren zur Bestimmung des Wiederbeschaffungswertes eines Gebäudes für Versicherungszwecke. Dies hilft, die angemessene Versicherungssumme festzulegen, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

Waisenrente

Eine Rentenleistung für Kinder verstorbener Versicherter bis zu einem bestimmten Alter oder bei Fortdauer einer Ausbildung, um finanzielle Unterstützung zu gewährleisten.

Witwen-/Witwerrenten nach dem vorletzten Ehegatten

Eine spezielle Regelung, die es ermöglicht, unter bestimmten Umständen Rentenansprüche auf Grundlage der Ehe mit einem früher verstorbenen Partner zu beziehen.

Witwen-/Witwerrenten

Rentenleistungen, die dem überlebenden Ehepartner eines verstorbenen Versicherten gewährt werden, basierend auf den Rentenansprüchen des Verstorbenen.

Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung bietet Schutz vor finanziellen Verlusten durch Schäden am Gebäude, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und weitere vereinbarte Gefahren verursacht werden.

Wartezeit

Die Mindestversicherungsdauer, die erfüllt sein muss, um Anspruch auf Rentenleistungen zu haben. Sie variiert je nach Rentenart.

Wohnungsschutzbrief

Der Wohnungsschutzbrief ist ein Zusatzservice zu Wohngebäude- oder Hausratversicherungen, der Hilfeleistungen wie Schlüsseldienst, Notfall-Reparaturen oder Unterstützung bei Wohnungsnotfällen bietet.

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Glossar (Z)

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Zeitwert

Der Zeitwert ist der aktuelle Wert eines Gegenstands unter Berücksichtigung seines Alters, seiner Nutzung und Abnutzung. Er entspricht dem Wiederbeschaffungswert abzüglich einer Wertminderung durch Gebrauch oder Alterung.

Zeitrente

Eine Rentenform, die für einen begrenzten Zeitraum gezahlt wird, meist in speziellen Situationen wie Erwerbsminderung.

Zivildienst

Ein Dienst, der in Deutschland als Alternative zum militärischen Wehrdienst absolviert wurde und der für die Rentenversicherung unter bestimmten Umständen angerechnet wird.

Zurechnungszeit

Ein Zeitraum, der einem Versicherten nach Eintritt einer Erwerbsminderung bis zu einem bestimmten Alter rentenrechtlich gutgeschrieben wird, um die Rentenansprüche zu erhöhen.

Zedent

In der Versicherungs- und Rückversicherungsbranche ist der Zedent das Versicherungsunternehmen, das einen Teil seiner Risiken an einen Rückversicherer überträgt. Diese Übertragung hilft dem Zedenten, sein Risiko zu diversifizieren und die Kapitalanforderungen zu reduzieren.

Zentralruf der Autoversicherer

Der Zentralruf der Autoversicherer ist ein Service in Deutschland, der nach einem Verkehrsunfall die schnelle Ermittlung des Versicherers des Unfallgegners ermöglicht, um Ansprüche geltend zu machen oder Schadensmeldungen vorzunehmen.

Zugangsfaktor

Ein Faktor in der Rentenberechnung, der das Alter bei Renteneintritt berücksichtigt und die Rentenhöhe entsprechend anpasst.

Zillmerung

Zillmerung ist ein Verfahren in der Lebensversicherung, bei dem ein Teil der anfänglichen Beiträge zur Deckung der Abschlusskosten verwendet wird, was zu einem niedrigeren Rückkaufswert in den ersten Vertragsjahren führt.

Zinsen

Zinsen sind das Entgelt, das für die Überlassung von Geld (bei Krediten) oder für die Bereitstellung von Kapital (bei Anlagen) über einen bestimmten Zeitraum gezahlt wird.

Zulagen

Zulagen sind finanzielle Zusatzleistungen, die vom Staat oder Arbeitgeber gewährt werden, um bestimmte Zwecke wie Altersvorsorge, Kindererziehung oder besondere Arbeitsbedingungen zu unterstützen.

ZÜRS Geo

ZÜRS Geo (Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen) ist ein geografisches Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft, das Risikogebiete für Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen in Deutschland klassifiziert und visualisiert, um das Risiko für Gebäude und Grundstücke zu bewerten.

ZÜRS public

ZÜRS public ist die öffentliche Version des Zonierungssystems für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) der deutschen Versicherungswirtschaft, die es Bürgern ermöglicht, das Überschwemmungsrisiko für individuelle Adressen oder Grundstücke in Deutschland online zu überprüfen.

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Glossar (U)

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Unerwartete schwere Erkrankung

Eine unerwartete schwere Erkrankung (auch als „Dread Disease“ bekannt) bezeichnet eine plötzlich auftretende, schwerwiegende Gesundheitsstörung, die tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Person hat. Solche Erkrankungen umfassen in der Regel lebensbedrohliche oder besonders schwer zu behandelnde Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, multiple Sklerose oder schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Um finanzielle Risiken, die mit solchen schweren Erkrankungen verbunden sind, abzumildern, bieten Versicherungsgesellschaften spezielle Policen an, die als Dread-Disease-Versicherungen oder Schwere-Krankheiten-Versicherungen bekannt sind. Diese Policen zahlen im Falle einer Diagnose einer der versicherten Erkrankungen eine vorher festgelegte Summe aus. Der Vorteil dieser Versicherungsform liegt darin, dass sie eine finanzielle Unterstützung bietet, die unabhängig von den tatsächlich entstandenen Kosten ist und frei verwendet werden kann, zum Beispiel für:

  • Behandlungs- und Rehabilitationskosten, die nicht von der regulären Gesundheitsversicherung abgedeckt sind.
  • Einkommensverluste während der Krankheitsphase.
  • Notwendige Änderungen im Wohnbereich oder bei der persönlichen Mobilität.
  • Unterstützung bei der Bewältigung sonstiger finanzieller Belastungen, die durch die Krankheit entstehen.

Umsatzerlös

Der gesamte Erlös, den ein Unternehmen durch den Verkauf von Waren und Dienstleistungen in einem bestimmten Zeitraum erzielt. In der Betriebsunterbrechungsversicherung wird der Umsatzerlös oft herangezogen, um die Höhe des Schadenersatzes bei Betriebsstörungen zu bestimmen.

Unfallforschung der Versicherer (UDV)

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) ist eine Einrichtung, die von der deutschen Versicherungswirtschaft getragen wird. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, durch wissenschaftliche Forschung und Analyse von Unfalldaten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Prävention von Verkehrsunfällen beizutragen. Die UDV führt Untersuchungen zu verschiedenen Aspekten der Verkehrssicherheit durch, darunter Fahrzeugtechnik, Straßenverkehrsinfrastruktur, menschliches Verhalten im Straßenverkehr und rechtliche Rahmenbedingungen.

Umwelthaftungsgesetz

Ein rechtlicher Rahmen, der die Verantwortlichkeit von Unternehmen und Einzelpersonen für Umweltschäden regelt. Umwelthaftpflichtversicherungen bieten Schutz vor Ansprüchen, die sich aus der Verschmutzung oder anderen Umweltschäden ergeben.

Unfallversicherung

Die Unfallversicherung ist eine Form der Personenversicherung, die Versicherungsschutz bei Unfällen bietet, welche zu körperlichen Verletzungen oder zum Tod führen. Sie zielt darauf ab, finanzielle Unterstützung im Falle eines Unfalls zu leisten, der körperliche Beeinträchtigungen nach sich zieht, und deckt eine Reihe von Situationen ab, die im Alltag, bei der Arbeit oder in der Freizeit auftreten können.

Umweltschadensversicherung

Eine Versicherung, die Unternehmen gegen Schadenersatzansprüche und Sanierungskosten aufgrund von Umweltschäden schützt, wie Kontamination von Boden, Luft oder Wasser.

Unruhen, innere

Innere Unruhen bezeichnen Situationen, in denen es innerhalb eines Landes zu gewalttätigen Auseinandersetzungen oder erheblichen Störungen der öffentlichen Ordnung kommt. Sie können durch politische, soziale, wirtschaftliche oder religiöse Konflikte ausgelöst werden und äußern sich in Form von Demonstrationen, Streiks, Aufständen, Ausschreitungen oder gar Bürgerkriegen. Innere Unruhen gehen oft mit einem Verlust an Sicherheit und Stabilität einher und können erhebliche Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben sowie die wirtschaftliche und politische Lage eines Landes haben.

Unterversicherung

Unterversicherung bezeichnet eine Situation, in der der Versicherungsschutz nicht ausreicht, um den tatsächlichen Wert des versicherten Gegenstandes oder Risikos abzudecken. Dies tritt auf, wenn die Versicherungssumme, also der Betrag, für den ein Objekt oder eine Person versichert ist, niedriger ist als der tatsächliche Wert oder Wiederbeschaffungswert des Versicherungsobjekts zum Zeitpunkt des Schadens. Unterversicherung kann in verschiedenen Versicherungsbereichen relevant werden, wie beispielsweise in der Hausrat-, Gebäude-, Lebens- und Kfz-Versicherung.